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Kinunddreissigstes Kapitel.
parallelen Abschnittes derselbe sein muss und nur von einem Ab-schnitt zu dem andern nach ihrer Entfernung von den beidenBasen wechselt. Die Schwierigkeit ist hier also dahin zurück-geführt, dass man das Gesetz dieses Wechsels erkenne. Nunmuss ein solches Gesetz aus der charakteristischen Bedingung derBestimmung abgeleitet werden, dass jedweder Abschnitt dem folgen-den so viel Wärme mittheilt, als er von dem vorgehenden erhält.Dies unbezweifelt richtige Prinzip lässt erkennen, dass dieTemperatm- jedes Punktes durch eine Funktion des ersten Gradesseiner Entfernung von einer zur anderen Basis ausgedrücktwird. In Folge einer solchen Vertheilung der Temperaturenwürde die Erwärmung, welche eines der benachbarten Mole-küle auf das in Betracht genommene Molekül hervorzubringenstreben würde, immer genau durch die Erkaltung ausgeglichenwerden, welche von dem symmetrischen Molekül kommt, so dassalle Wärmewirksamkeiten des Systems, so verglichen, einandergegenseitig zerstören würden. Bei dieser Formel ist das unab-hängige Maass der Ordinate gleich der Temperatur der Basis, vonderen Seite diese Ordinate gerechnet wird. Der Coeffizient der ver-änderlichen Grösse hat zu seinem Werthe das Verhältniss desUnterschiedes der beiden äusseren Temperaturen, welche in der be-kannten Entfernung der beiden Basen gegeben ist.
Dieser letzte Coeffizient liefert einen Begriff, dem Fourier denNamen Wärme fl uss gegeben hat, d. h. eine Wärmemenge,welche in einer bestimmten Zeit eine ebene Fläche von bestimmterStärke senkrecht durchdringt. Da die Temperaturunterschiedezweier beliebigen Durchschnitte ihrer Entfernung proportionalsind, so hat dieser Fluss in Bezug auf die Einheit der Zeit unddie Einheit der Oberfläche zu seinem Maass das Verhältniss dieserbeiden Zahlen, welches der angenommene Coeffizient, multiplizh^mit der Durchlässigkeit der betrachteten Substanz, ausdrückt. Die 9ist der einzige Fall, wo der Fluss unmittelbar abgeschätzt werdenkann, und man schätzt nach ihm den Fluss in allen anderen Um'ständen, wo der Stand des Systems wechselt imd die Temperaturennicht gleichförmig vertheilt sind.
Dieselbe Beweisart passt auch für die Berechnung des zweite®vorbereitenden Falles, wo man die gleiche Vertheilung der Wärm®