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Erster Band.
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Zweiunddreissigetes Kapitel.

die man in anderer Weise nicht entdecken konnte. So wird z. B.die Fähigkeit, gewisse wahrhafte Gewohnheiten, d. h. feste Zu-stände, nach einer genügend längeren Folge von gleichför-migen Eindrücken anzunehmen, eine Fähigkeit, welche nur be-lebten Wesen ausschliesslich anzugehören schien, damit in einembald höheren, bald geringeren Grade auch für unorganische Vor-richtungen klar angezeigt. In dieser Weise sind es zitternde Be-wegungen, denen man den erheblichen Einfluss zuschreiben muss,welchen in gewissen Fällen zwei völlig getrennte mechanischeApparate auf einander ausüben können, wie unter anderem dieeigenthümliche wechselseitige Wirksamkeit zweier Uhren, welcheauf dieselbe Unterlage gestellt sind.

Von der anderen Seite bietet die Akustik der Biologie einenunentbehrlichen Stützpunkt für die Untersuchung der beiden wich-tigsten Wirksamkeiten zur Begründung sozialer Beziehungen, näm-lich des Hörens und des Sprechens.

Dessen ungeachtet gehört das Studium dieser beiden Vor-gänge nicht den Physikern, vielmehr dürfen die Anatomen undPhysiologen sich dasselbe nicht entreissen lassen, sofern sie nurder Physik alle nöthigen Begriffe entlehnen. Denn die Physikersind dazu nicht geeignet, theils weil die anatomischen Unterlagender Aufgabe eine einsichtige Beurtheilung verlangen, theils weiles auf eine gesunde physiologische Auslegung der erlangten Er-gebnisse ankommt. Auch zeigt sich, wie bei den wirklichen Ver-handlungen der Physik diese überdies sehr oberflächlichen Lehrenüber das Gehör und die Sprache nicht an ihrer richtigen Stellesind. Man kann dasselbe auch von der so unvollkommenen Lehrevom Sehen sagen.

Unter allen Zweigen der Physik gestattet, nächst der Gravi-tationslehre, die Akustik die Anwendung mathematischer Methodenam besten. Die tönenden Vorgänge schliessen sich an die Lehreder sehr kleinen Schwingungen irgend eines Systems von Mole-külen an, welche sich um eine feste Gleichgewichtslage vollziehen.Damit ein Ton sich hören lässt, muss in der That eine plötzlicheStörung in dem molekularen Gleichgewicht in Folge einer augen-blicklichen Erschütterung eintreten. Ausserdem muss dieser vor-übergehenden Störung eine ziemlich schnelle Rückkehr zu dem an-