Band 
Erster Band.
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Zweiunddreissigstes Kapitel.

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und den die Beobachtung bestätigt, ist die Gleichheit der Ge-schwindigkeit verschiedener Töne, trotz ihrer verschiedenen Gradevon Stärke und Schärfe.

Man hat erkannt, dass wenigstens innerhalb der Grenzen gerwohnlicher Winde die Bewegung der Luft keinen bemerkbarenEinfluss auf die Geschwindigkeit des Tones übt, wenn die Rich-tung des atmosphärischen Luftstromes perpendikulär auf der steht,in welcher der Ton sich fortpflanzt, und dass die Richtung sichnur mehr oder weniger schwach ändert, wenn diese beidenRichtungen zusammenfallen, sei es miteinander, oder gegen-einander.

Bezüglich der flüssigen oder festen Medien besitzen wir nureinige mathematische Bestimmungen, welche auf zweifelhaftenHypothesen und einigen sehr unvollkommenen Versuchen beruhen.Man hat nur einfach festgestellt, dass der Ton sich schneller, alsin der Luft, durch beinahe alle versuchten Substanzen und nament-lich durch die sehr tönenden Metalle fortpflanzt.

Wenn bei der gewöhnlichen Fortpflanzung des Tones dieLuftschwingungen einem unbeweglichen Hinderniss so begegnen,dass ein Echo entsteht, erfahren sie Veränderungen, deren Unter-suchung sehr schwierig ist. Die Ermittelungen der Physiker habenzu den gewöhnlichen Begriffen beinahe nichts hinzugefügt. Es voll-zieht sich keine mechanische Zurückprallung gleich der der elasti-schen Körper durch die härteren Körper, vielmehr findet nur eineeinfache Zurückwerfung in entgegengesetzter Richtung statt, welchem den Schwingungen des Mediums, welches sonst unbewegt bleibt,statt hat. Das Gesetz dieser Zurückwerfung ist nur für den Fallentdeckt, wo das Hinderniss in einer ebenen Oberfläche auftritt.Ist diese Ebene senkrecht zur linearen Richtung der Reihe derSchwingungen, so kann die Verschiebung der angrenzenden Luft-theilchen nicht mehr im Sinne eines Hindernisses statt haben, viel-mehr wird ihre nothwendige Gegenwirkung eine nebensächlicheErschütterung in entgegengesetzter Richtung, aber in derselbengeraden Linie hervorbringen, ohne dass die Geschwindigkeit derSchwingungen durch die Dauer ihrer Fortpflanzung irgend wiev erändert wird. Man zeigt, dass durch die beliebige Neigung derEbene in der Richtung des Tones die Veränderung immer so