Band 
Erster Band.
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Zweiunddreissigstes Kapitel.

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sich erworben haben. Wollte man hiernach sich richten, so würdeder wissenschaftliche Vortrag sich vereinfachen und von einerMenge von Einzelheiten sich befreien, welche nur das verdunkeln,was die wahre Wissenschaft zur Masse der allgemein bekanntenKenntnisse hinzufügt.

Was die Gesetze der Tonstärke betrifft, so besteht der einziguntersuchte Punkt in dem Einfluss, welchen die Dichte der atmo-sphärischen Umgebung verursacht. Hier erklärt die Akustik diebekannte Erfahrung über die Verminderung der Tonstärke aus demMaasse der Verdünnung der Luft, aber man weiss dabei nicht, obdiese Veränderung der Abnahme der Dichte proportional ist.

In Bezug auf die Weise, wie 'der Ton nach der Entfernungdes tönenden Körpers schwächer wird, nimmt man an, dass dieAbschwächung im verkehrten Verhältniss des Quadrats der Ent-fernung stattfindet; allein keine genauen Beobachtungen habendies Gesetz bestätigt; es stützt sich vielmehr auf sehr zweifelhaftemathematische Annahmen, indem man die Stärke des Tones derStärke des Stosses einer Flüssigkeit gegen ein Hinderniss ähnlichnimmt, und wobei man diesen Stoss im Verhältniss des Quadratsder Geschwindigkeit wechseln lässt, und zwar nach der alten Hy-pothese über den Widerstand der Flüssigkeiten, obgleich sie dochso oft bei den angestellten Beobachtungen nicht bestätigt wordenist. Das Gesetz beruht auf der Uebereinstimmung dieser beidenso kühnen Voraussetzungen, während es doch besser wäre, wennman hier seine Unkenntniss offen eingestände.

Wie will man schliesslich einen Begriff von den Gesetzender Tonstärke erlangen, wenn die Ansichten Uber die Art nochnicht feststehen, wie diese Eigenschaft abgeschätzt werden kann,ja vielleicht nicht einmal über den strengen Sinn dieses Wortes?Wir besitzen kein Instrument, welches hier das leisten könnte, wasbei der Untersuchung der Schwere von dem Pendel und demBarometer, sowie von den verschiedenen Thermometern und Elek-trometern für das Maass ihrer betreffenden Vorgänge geschieht.Man weiss nicht einmal nach welchem Prinzip solche Tonmessers °llten verfertigt werden können.

Ich wende mich endlich zu derjenigen Lehre vom Ton, welche nocha m meisten befriedigt. Die Gesetze, welche die musikalische Natur