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Erster Band.
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Dreiunddreissigstes Kapitel.

brachten Dunkelheit. Die Einwürfe, welche in dieser Hinsicht dieAnhänger Newton’s gegen das System von Descartes und Huyghenserhoben, sind das geblieben, was sie vormals waren, trotz geist-reicher Ausflüchte.

Indem man dieselben Vorgänge nach diesen beiden entgegen-gesetzten Systemen erklären konnte, erhellt, dass nur die Gesetzedieser Vorgänge die Wissenschaft bilden. In unsern Tagen opferndie Anhänger solcher Hypothesen freiwillig die Wirklichkeit solcherAuffassungen, die sie nur für nothwendig halten, um die Verbin-dung der erworbenen Vorstellungen zu erleichtern. Allein dasUebergehen von einer Hypothese zur andern, ohne dass die Wissen-schaft dabei einen Schaden erlitten hat, genügt für den Beweis,dass weder die eine, noch die andere unentbehrlich ist.

Die Geschichte der Optik lehrt, dass diese täuschenden Hülfenkeinen Einfluss auf den Fortschritt der Lehre vom Licht gehabthaben. Nur der Vergleichung der Vorgänge selbst verdankt mandie neuen Begriffe.

Ich habe den Nutzen dieser phantastischen Auffassungen er-klärt, welche als Uebergang von dem metaphysischen System zudem positiven dienen.

Ich muss auf eine letzte Neigung des Geistes aufmerksammachen, welche diesen fehlerhaften Gang fortzuführen sucht. Manmeint, die Optik erhalte damit eine sehr befriedigende Vernünftig-keit, wenn man bei ihr an die Gesetze der Mechanik anknüpft,und das Emissions-System stellt in der Tliat die Vorgänge beidem Licht als denen der Bewegung ähnlich dar. Die Hypotheseder Wellenbewegung macht die Vorgänge beim Licht denen derschwingenden Bewegungen beim Ton ähnlich, allein diese Aelin-lichkeiten sind zwar billig, aber auch unbegreiflich und könnenkeine wissenschaftliche Bedeutung beanspruchen. Trotz aller dieserwillkürlichen Annahmen werden die Vorgänge beim Licht immereine Kategorie sui generis ausmachen, welche auf keine anderezurückgeführt werden kann; ein Licht wird immer anderartig alseine Bewegung oder ein Ton sein.

Selbst physiologische Erwägungen stellen sich einer solchenVerwirrung der Begriffe entgegen, wenn man das Charakteristischebedenkt, welches den Gesichtssinn von den übrigen Sinnen unter-