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Erster Band.
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Dreiunddreissigstes Kapitel.

welche in einer dunklen Kammer die hervorgebracliten Schattenumgeben. Das vielbesprochene Prinzip der Interferenzen, vonYoung entdeckt, bildet den wichtigsten Begriff in dieser Lehre.Dieses Prinzip ist erst seit dem Gebrauch geschätzt worden, welchenFresnel davon für die Erklärung mehrerer Erscheinungen, unterandern der farbigen Ringe gemacht hat. Das Gesetz der Inter-ferenzen besteht darin, dass bei der gegenseitigen Wirksamkeitzweier Lichtstrahlenbündel, welche von demselben Punkt ausgehenund durch irgend eine Ursache zwei verschiedene Wege ein-schlagen, die aber ein wenig zu einander geneigt sind, die Inten-sitäten der beiden Lichter sich wechselsweise auf heben und ver-stärken, indem sie in gleichen und sehr genäherten Graden, derenWerth bestimmt ist, die Differenz der Länge zwischen den Wegenzunehmen machen, welche die beiden Bündel im Ganzen durch-laufen.- Es ist zu bedauern, dass dieses Prinzip nicht von denwunderlichen Vorstellungen über die Natur des Lichts frei gehaltenworden ist.

Die Natur des vorliegenden Werkes gestattet mir die Dar-legung der doppelten Brechung nicht, welche mehreren Krystalleneigen ist und deren Gesetz von Huyghens, in einer sehr elegantengeometrischen Form, entdeckt worden ist. Man geht da von dergewöhnlichen Brechung zu dieser neuen Abweichung mittels derblossen Unterstellung eines Ellipsoids statt einer Kugel über.Ebenso verhält es sich mit den von Malus unter dem Namender Polarisation aufgedeckten Vorgängen, die sich auf die Ver-änderungen beziehen, welche das Licht erfährt, wenn es von irgendeinem Körper, und zwar unter einer bestimmten, für jede Substanzeigenthümlichen Neigung zurückgeworfen -wird, welche lediglichvon seinem Verhältnis zur Brechung abzuhängen scheint.