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Erster Band.
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Sechsunddreissigsfcos Kapitel.

seiner Verbindungen folgen lässt, seien sie binär, oder ternär u. s. w.,welche mit denjenigen Elementen dargestellt werden, die vorher schonuntersucht worden sind, wobei er sich überall auf Verbindungender ersten Ordnung beschränkt. Dieser Plan hat den Vortheil,dass er die einfachen Körper von ihrem Anfang ab besser kennenlernen lässt. Allein die Geschichte jedes einzelnen Elementes bleibtdann mit Ausnahme des letzten mehr oder weniger unvollständig;dies führt zu einer erkünstelten und sehr hervortretenden Ungleich-heit zwischen den chemischen Untersuchungen der einzelnen ele-mentaren Substanzen.

Jeder Plan, den man wählt, wirkt wie jeder Körper auf bei-nahe alle andern, und daher scheint mir dieser Mangel im Unterricht,welchen Chevreul vermeiden wollte, unvermeidlich. Keine Dar-stellung der Chemie kann bei dem ersten Unterricht der ganzenChemie vollständig sein; dies ist nur möglich, wenn man diesemvorläufigen Unterricht demnächst ein schhessliches nochmaligesDurchgehen folgen lässt, wie es überhaupt keine Wissenschaft giebt,für deren Studium diese Art eines zwiefachen Unterrichtes nichtsehr nützlich wäre. Um diese doppelte Arbeit zu vermeiden, wärees wohl angemessen, wenn das Studium jedes einfachen Körperszunächst auf die Darstellung der Eigenschaften sich beschränkte,welche ihn hinreichend von den übrigen unterscheiden

Gegenüber der beträchtlichen und immer wachsenden Zahl dereinfachen Körper, haben mehrere, für die metaphysische Lehre ein-genommene Philosophen a priori gemeint, dass die Mehrzahl dieserSubstanzen Verbindungen von einer sehr geringen Zahl anderersein müssten. Dies ist in Deutschland die Meinung der Natura-listen, deren Haupt Oken ist. Diese Meinung kann sich nur aufdas angebliche Prinzip von der Sparsamkeit und Einfachheit derNatur stützen, obgleich schon deren theologischer Ursprung sieverdächtig machen sollte. In diesen täuschenden Spekulationenverwandelt der Verstand unbewusst seine unüberlegten Wünschein nothwendige Gesetze. Wer sich aber mit der positiven Unter-suchung der Gesetze für die Vorgänge der Verbindung und Lösungabgiebt, ist ebenso genöthigt, alle Körper als einfache anzunehmen,welche durch kein Mittel haben zerlegt werden können, währender doch sicherlich nicht behaupten kann, dass diese Substanzen