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Sechsunddreiasigstes Kapitel.
gehöre, denn er kann durch Lösung und Verbindung unzweifelhaftbeweisen, dass jeder dieser letzteren Körper aus zwei elementarenSubstanzen besteht und dass von den unmittelbaren Bestandtheilen desersteren jeder noch in zwei Elemente getrennt werden kann. Wenndagegen auf der anderen Seite die schliessliche Analyse einer Sub-stanz das Dasein von drei oder vier Elementen festgestellt hat, wiez. B. bei den Pflanzen- und Thierstoffen, so kann man ohne einegewagte Hypothese nicht behaupten, dass diese Verbindung wirk-lich eine dreifache oder vierfache, statt einer blossen zweifachensei; denn man kann nicht dafür einstehen, dass man durch einevorläufige Lösung, die weniger heftig als diese letztere ist, die be-treffende Substanz nicht in zwei unmittelbare Gegenstände derersten Ordnung auflösen werde, von denen jeder einer neuen Trennungin zwei Elemente ftiliig wäre.
Wenn ein Chemiker, um die Sache festzustellen, sich vornähme,bei der Auflösung des Salpeters sehr energische Mittel anzuwenden,so würden die Ergebnisse dieser zerstörenden Behandlung ihn nachdem wirklichen Verlauf berechtigen, den Salpeter für eine dreifacheVerbindung von Sauerstoff, Stickstoff und Pottasche anzusehen, unddoch würde diese Folgerung falsch sein, weil diese Substanz leichtdurch eine direkte Verbindung des sauren Stickstoffes mit derPottasche wieder hergestellt werden könnte und weil eine wenigergewaltsame Auflösung auch eine solche Trennung herbeigeführthaben würde. Weshalb soll man nicht annehmen, dass es sich mitjeder für dreitheilig oder viertheilig gehaltenen Verbindung ebensoverhalten könnte?
Eine Erwägung vom synthetischen Gesichtspunkte aus kannzeigen, dass bei dem Studium der für dreitheilig oder viertheiliggehaltenen Verbindungen man nicht genügend die unmittelbareAuflösung von der elementaren unterscheidet, und deshalb kannman in den meisten Fällen die für diese Substanzen eigenthiiin-lichen Ergebnisse durch die Synthese nicht bestätigen. Die un-mittelbare Synthese charakterisirt sich durch ihre Leichtigkeit,während die elementare Synthese immer sehr schwierig ist. Sobildet die Unmöglichkeit der Wiederzusaimnensetzung einen Grundfür die Annahme, dass die Analyse keine nächste gewesen sei. Sosollen die pflanzlichen und thierischen Substanzen ein Beispiel für