Band 
Erster Band.
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329
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SechsunddreissigsteR Kapitel.

329

Unmöglichkeit, sie durch Synthese darzustellen, abgeben, und manhat dies selbst zu einer Art von empirischem Prinzip erhoben.Allein sollte diese angebliche Unmöglichkeit nicht davon kommen,dass man auf der Ausführung einer elementaren Synthese beharrt,wo man erst mit einer näheren Synthese vorgehen sollte, derenMaterial in vielen Fällen vorerst sollte entdeckt werden? DieseAnsicht wird durch die Menge von Verbindungen bestätigt, derenZweiheit nicht zweifelhaft ist, nur sind bei ihnen die nächstenLösungen besser gekannt. Wenn, um auf das obige Beispiel zurück-zukommen, man versuchte, das Kali durch unmittelbare Verbin-dung des Sauerstoffes, des Stickstoffes und der Pottasche zu er-reichen, so würde man nicht weiter kommen, als da, wo es sichum Herstellung organischer Massen handelt und man mit einemMale ihre drei oder vier Elemente verbinden will. Die Hinder-nisse, die man im letzteren Falle gelten lässt, könnten ebenso be-deutend im ersteren sein. Als ein schlagenderes Beispiel weise ichauf das Experiment hin, durch welches Wohl er es gelungen ist,den Harnstoff wieder herzustellen. Konnte er wohl einen solchenErfolg erreichen, wenn er nach dem gewöhnlichen Vorurtheile ver-sucht hätte, unmittelbar den Sauerstoff, den Wasserstoff', den Kohlen-stoff und den Stickstoff zu verbinden, welche zusammen die elemen-tare V erfassung dieser Substanz bilden, statt nur die beiden nächstenStoffe zu verbinden, die man bis dahin in dieser Eigenschaft nichtgekannt hatte? Haben wir wohl einen vernünftigen Grund zu denken,dass dies in den anderen Fällen nicht auch so sei?

Die Chemiker können daher, ohne in Widerspruch mit einerpositiven Beobachtung zu gerathen, und im Anschluss an die schla-gendsten Analogieen dem Prinzip der Zweiheit jeder Verbindungeine allgemeine Gültigkeit beilegen, nur müssen sie die Auflösungder drei- oder viertheiligen Substanzen, und namentlich der organi-schen, noch als sehr unvollkommen ansehen, so dass hier die nächstenBestandtheile noch zu entdecken sind. Allerdings kann man sichfliese unbekannten nächsten Bestandtheile nur vorstellen, wenn manzwischen Sauerstoff, Wasserstoff, Kohlenstoff und Stickstoff neuezweitheilige Verbindungen erster und zweiter Ordnung annimmt,deren Verwirklichung jetzt noch unmöglich ist. Diese Annahmeverträgt sich zwar mit den bestehenden Gewohnheiten nicht, aber