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Erster Band.
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Neuminddreissigsfces Kapitel.

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für Bestimmung derjenigen Art der Veränderung, welche dasWachsen in der Atmosphäre bewirkt. Aber vorzugsweise muss beider Untersuchung der Vorgänge der thierischen Physiologie dasUngenügende der durch die Chemiker geschehenen Untersuchun-gen hervortreten.

Man kann in dieser Beziehung die chemische Prüfung derAthmungsvorgänge bei den höheren Thieren anführen. Im Beginnder neueren Chemie schien es, dass die Einatlunung des Sauerstoffesder Luft und dessen Umwandlung in Kohlensäure für die Er-klärung der Umwandlung des venösen Blutes in arterielles zureichenmüsse; allein man hat erkannt, dass der Vorgang viel verwickelterist. Die Arbeiten der Chemiker führen zu widersprechenden Folge-rungen bei beinahe allen hierauf sich beziehenden Fragen. Manweiss z. B. nicht, ob die Menge der gebildeten Kohlensäure derMenge des eingenommenen Sauerstoffes entspricht, oder oh jenergrösser oder geringer ist. Der Unterschied zwischen der einge-athmeten und der ausgeathmeten Luft steht noch nicht fest. Dasselbegilt für die Tlieilnahme des atmosphärischen Stickstoffes. Die Ab-weichungen sind viel bedeutender bezüglich der Abschätzung derVeränderungen, welche die Zusammensetzung des Blutes erleidet.Diese Frage kennzeichnet das naive Vertrauen, mit welchem dieChemiker an die physiologischen Gegenstände herantreten, ohnedass sie die liier auftretenden Schwierigkeiten gemessen, oder nurvermuthet haben.

Das Studium der thierischen Wärme giebt zu ähnlichen Be-merkungen Anlass. Man hat anfänglich diese bedeutende Erschei-nung dadurch erklärt, dass man den Apparat der Lunge als denHerd einer wirklichen Verbrennung annahm; allein eine gründ-liche Prüfung der Sache hat den Physiologen gezeigt, dass dieseAnnahme, um den Bedingungen des Vorganges zu genügen, nichtzureicht. Die Beihülfe der Lungenthätigkeit ist in dieser Hinsichtnoch ungewiss; wenigstens steht jetzt fest, dass diese Thätigkeitnicht allein bei der Untersuchung dieses Vorganges betrachtetwerden darf, da alle Funktionen des Lebens dabei mitwirken; ja manwird selbst zu dem Gedanken geführt, dass das Athmen eine Quelleder Erkaltung ist. Jedenfalls muss bei dem Studium der thierischenWärme auf die bestimmten chemischen Vorgänge Rücksicht ge-