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Neununddreissigstes Kapitel.
nommen werden, welche durch die vitale Bewegung bestimmt werden,und kann deren Einfluss, welcher sich mit vielen anderen, nament-lich in den höheren Organismen verbindet, nur von den Physiologenrichtig abgeschätzt werden.
Ich führe noch ein letztes Beispiel an. Im Prinzip muss jederlebende Körper, wie auch sein Ursprung sei, auf die Länge ausden chemischen Elementen bestehen, welche den verschiedenenSubstanzen, durch die er sich ernährt, zugehören. Dieser Satzbietet in seiner Allgemeinheit keine Schwierigkeit. Allein prüftman im Einzelnen diese Annahme, so führt sie zu einer Mengevon Einwürfen, die bis jetzt nicht gelöst sind. Der wichtigsteEinwurf geht dahin, dass der Stickstoff in dem Gewebe der pflanzen-fressenden Thiere ebenso reichlich vorhanden ist, als in dem derfleischfressenden, obgleich die festen Nahrungsmittel der ersterendavon beinahe ganz entblösst sind. Nach Berzelius ’ Meinungliegt die Lösung dieser Schwierigkeit in der Natur des Stickstoffes,welcher nach ihm kein wahrhaftes Element, sondern eine Artmetallischer Säure bildet. Diese Hypothese erklärt indess den Vor-gang ebensowenig, wie die Meinung Raspail’s, nach welcher derStickstoff’ in allen thierischen Stoffen nur gleichsam etwas Hinzu-kommendes sei und ohne den ammoniakalen Zustand gar nichtin denselben enthalten sein würde. Diese Schwierigkeit bestehtnoch in ihrer vollen ursprünglichen Stärke. Die vitale Bewegungist bis jetzt in dieser Beziehung nur wenig beachtet worden, ob-gleich sie eine Menge ähnlicher Fälle bietet; dahin gehört z. B.die Frage in Bezug auf die Gegenwart der kohlensauren und derphosphorsauren Kalke in dem Gewebe der Knochen, obgleich diesämmtlichen Nahrungsmittel anscheinend niemals Anlass zu einerBildung dieser Salze haben geben können.
Diese hier dargelegten Erwägungen zeigen zur Genüge, dassdie organische Chemie beseitigt werden, und dass ein Theil der-selben mit der Chemie und ein anderer mit der Biologie verbundenwerden muss.
Ich habe nur noch das Prinzip zu prüfen, welches bei dieserTheilung zu entscheiden hat. Alles kommt darauf an, eine Trennungzwischen dem Zustand des Todes und dem des Lebens, oder zwischender Festigkeit oder Nichtfestigkeit der Verbindungen festzustellen.