Band 
Erster Band.
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359
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Neununddreissigstes Kapitel.

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Von (len Verbindungen, welche jetzt organische heissen, verdankenmanche ihr Dasein nur der vitalen Bewegung; sie wechseln fort-während und sind beinahe immer nur einfache Mischungen, z. B.das Blut, die Lymphe, das Fett. Sie gehören zur Biologie. Dieanderen bilden die unmittelbaren Stoffe für jene; es sind die todtenSubstanzen; sie sind dauernd, vom Leben nicht abhängig und kenn-zeichnen sich als wahre Verbindungen. Ihre natürliche Stelle istin der Chemie. Dahin gehören die organischen Säuren, der Al-kohol, die Eiweissstoffe und der Urin.

Die Kenntniss dieser Verbindungen ist die unentbehrliche Vor-bedingung für die chemische Prüfung der vitalen Vorgänge. Aberdies kann nicht rechtfertigen, dass man sie zu organischen fürdiesen Theil der Chemie macht. Sonst würde das Gleiche auchmit dem Sauerstoff, dem Wasserstoff, dem Kohlenstoffund dem Stick-stoff' geschehen müssen, und selbst mit vielen anderen Säuren, Al-kalien und Salzen, ohne welche die chemische Anatomie und Phy-siologie nicht verstanden werden könnte. In Betreff der chemischenVorgänge, welche dieser Klasse gemein sind, ist es nöthig, derenUrsprung zu ermitteln. Die allgemeinsten bilden die noch unvoll-kommen erkannten Arten der Gährung. Das Eigenthümlicheder Gährung ist trotz ihrer Wichtigkeit noch so wenig wissen-schaftlich erkannt, wie das der Verbrennung. Anfangs hatte mandem Vorgänge der Verbrennung bei den unorganischen Substanzeneinen übertriebenen Einfluss zugeschrieben. Weshalb sollte es sichmit dem Vorgang der Gährung bei den unorganischen Substanzennicht ebenso verhalten? Es wäre eine eitle Anmaassung, wenn manheute die schliessliche Stelle dieser letzteren Verbindungen inner-halb des rationellen Systems der Chemie schon teststellen wollte.Dies wäre eine voreilige Frage, allein man kann sicher sein, dassdiese verschiedenen Verbindungen mehr oder weniger von ein-ander getrennt und unter die unorganischen Verbindungen ein-gestellt werden.

Um zu bestimmen, was zur Chemie gehören soll, braucht mansich nur zu tragen, ob die wissenschaftliche Prüfung der Fragedurch die blosse Anwendung chemischer Kenntnisse erledigt werdenkönne, oder ob auch dabei biologische Betrachtungen mit eintretenmüssen. Die beiden Theile der organischen Chemie, deren