Neununddreissigates Kapitel.
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zwei organischen Substanzen durch einen geringen zahlen-mässigen Unterschied ihrer Verbindungen erklärt werden müssen,wodurch oft das Ganze der chemischen Analogieen erschüttert wird.Auch bietet die organische Chemie schon Beispiele, bei denenman keinen Unterschied der Verbindung zwischen zwei Substanzenentdecken kann, obgleich sie nach ihren Haupteigenschaften nichtals dieselben betrachtet werden können. Dahin gehören der Zuckerund der Gummi. Die jetzige Art zu philosophiren, treibt dieChemiker zur Annahme einer geringen Ungleichheit in den Zahlenihrer Verbindungen, obgleich die analytischen Mittel deren Daseinnicht feststellen können. Solche Aushülfe schiebt die Schwierigkeitnur zurück, statt sie zu lösen. Wird der Dualismus auf die organi-schen Verbindungen angewendet, so zerstreut er diese Bedenken; denndurch Unterscheidung der unmittelbaren Auflösung von der elementarengestattet er den Hauptwiderspruch von der thatsächlichen Verschieden-heit zweier Substanzen, die aus denselben Elementen bestehen, undin denselben Verhältnissen verbunden sind, zu erklären. Allerdingswürden diese isomeren Substanzen dann bei ihren unmittelbarenAuflösungen sich als verschieden darstellen, aber bei ihrer elemen-taren Auflösung dieselben Ergebnisse bieten. Dies vereinigt sichsehr leicht, wenn man ungefähr so vorschreitet, wie ich es beidem Gesetz der bestimmten Proportionen gethan habe. Die Che-miker haben schon bemerkt, dass die zahlenmässige Zusammen-setzung des Alkohols oder des Aethers mittels zweier binären For-meln, die von einander verschieden und doch in Bezug auf dieElementaranalyse gleichwerthig sind, genau dargestellt werdenkann, indem sie bald das ölbildende Gas mit dem Wasser, bald denKohlen-Wasserstoff mit der Kohlensäure oder mit dem doppelt-sauren Wasserstoff verbinden. Würden nun diese vorgestelltenVerbindungen wirklich darstellbar, so würden sie verschiedene Sub-stanzen ergeben, welche sogar in der Gesammtheit ihrer chemischenEigenschaften sich sehr unterscheiden könnten. Man begreift z. B.,dass das durch ein Metall im höchsten Grade der Oxydation ge-bildete Schwefelsalz bei der endlichen Analyse Resultate ergebenkönnte, welche mit denen identisch wären, welche das Schwefelsalzdesselben, nur geringer oxydirten Metalles ergeben würde, ohnedass es jemand einfallen würde, diese beiden Verbindungen zu ver-