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Erster Band.
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Vierzigstes Kapitel.

nur noch einen Blick auf die Eintheilung und die Stellung ihrerverschiedenen Zweige zu werfen.

Die noch neue positive Natur der organischen Studien hält sienoch in einer fehlerhaften Verwirrung fest. Ich muss überdem hiereine philosophische Erörterung anmelden, deren ich mich bei denübrigen Wissenschaften enthalten habe.

Nach dem Prinzip des zweiten Kapitels dürfen nur spekulativeund abstrakte Wissenschaften zu dem Hange von grundlegendenzugelassen werden. Ich habe schon die Gründe dargelegt, weshalbvon der Biologie alle Bestrebungen für unmittelbare Anwendungim Interesse der theoretischen wie praktischen Studien fern ge-halten werden müssen. Die praktischen Studien haben es hier mitzwei grossen Aufgaben zu thun, 1) mit der Erziehung lebenderWesen, sowohl pflanzlicher, wie thierischer, d. h. mit der syste-matischen Leitung ihrer ganzen Entwickelung für ein bestimmtesZiel, 2) mit ihrer Heilung, d. h. mit einer verständigen, von denMenschen geübten Thätigkeit, um sie auf den normalen Zustandzurückzubringen. Diese beiden Bestrebungen untergeordneter Artkönnen allerdings auf die Biologie zurückwirken, namentlich wegender Heilbestrebungen, allein deshalb bleibt doch die Biologie vonder Heilkunst unabhängig, denn eine schlechte Behandlung ist,wenn sie gehörig untersucht wird, ebenso wie eine gute geeignet,physiologische Fragen aufzuklären, sofern deren Wirkungen sorg-fältig beobachtet werden. Diese Bemerkung passt auch für die bei derErziehungskunst nöthigen Beobachtungen, obgleich die Physiologensie weniger zu Rathe ziehen, und so bleibt trotz dieser Beziehungendie Unabhängigkeit und Selbständigkeit der spekulativen Biologienicht weniger begründet.

Zweitens muss das Studium der Lebens Vorgänge, ebenso wiedas jedes anderen Vorganges, der wissenschaftlichen Eintheilungsämmtlicher spekulativen Untersuchungen, sowohl der abstraktenwie der konkreten untergeordnet bleiben; nur jene sind grund-legend, diese nehmen erst die zweite Stelle ein, trotz ihrer Wich-tigkeit. Das konkrete Studium jedes Organismus befasst zweiHaupttheile; 1) seine Naturgeschichte, d. h. die Darstellung seinergesammten Existenz; 2) seine Pathologie, d. h. die Prüfung derAenderungen, deren der Organismus fähig ist. Diese beiden Tlieile