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Erster Band.
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Vierzigstes Kapitel.

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der Betrachtung sind dem Gebiete der Biologie fremd, die sichimmer nur mit dem normalen Zustand zu beschäftigen hat; diepathologische Untersuchung ist für sie nur ein Mittel für die Er-mittelung der Sache. Ebenso muss die Biologie trotz der wich-tigen Andeutungen, welche die Beobachtungen der Naturgeschichtegewähren, doch nicht weniger das statische und dynamische Stu-dium jedes Organismus in das seiner wesentlichen Bestandtheile zer-legen, denn nur auf diese Theile können die biologischen Gesetzeunmittelbare Anwendung finden. Nun ist aber eine solche Zer-legung dem Geist der Naturgeschichte geradezu entgegengesetzt,da diese das lebende Wesen in dem untheilbaren Ganzen seinerExistenzbedingungen betrachtet. Jede der beiden Zweige der kon-kreten Biologie steht in besonderer Harmonie mit einem der beidenZweige der biologischen- Kunst; die Naturgeschichte mit der Er-ziehungskunst, die Pathologie mit der medizinischen Kunst.

Wenn ich nun die wesentliche innere Eintheilung der Biologiein Betracht nehme, so besteht sie zunächst in der Trennung desstatischen Studiums eines Organismus von seinem dynamischen, jenachdem man die Gesetze des Organismus oder des Lebens zuentdecken sucht. An zweiter Stelle muss das statische Studiumin zwei Abschnitte getheilt werden, je nachdem man für sich denBau und die Zusammensetzung jedes einzelnen Organismus unter-sucht oder die grosse biologische Rangordnung errichtet, welcheaus der Vergleichung aller bekannten Organismen hervorgeht.Die beiden Theile hat Blainville treffend für die Thiere ange-geben und sie Zootomie und Zootoxie genannt. Mankönnte diese Namen modifiziren, damit sie für die Thiere wiefür die Pflanzen passen. Die dynamische Biologie, die ich Biono-mie nennen werde, gestattet keine solche Unterabtheilung. Diessind sonach die drei Zweige der biologischen Wissenschaft, näm-lich die Biotomie, die Biotaxie und endlich die reine Bionomieoder Physiologie.

Die blosse Definition dieser drei Abtheilungen zeigt derenAbhängigkeit und Zugehörigkeit. Auch brauche ich nicht darzu-legen, dass die physiologischen Studien die anatomischen Begriffezur Voraussetzung haben; aber nicht so leicht erhellt die Unter-ordnung der Bionomie unter die Biotaxie. Indess bildet die Kennt-

Oomte-Rig, positive Philosophie. 26