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Vierzigstes Kapitel.
nitss des Ranges jedes Wesens in der biologischen Reihenfolge dieGrundlage für das Studium der ihm zugehörenden Vorgänge; auchgehört die Benutzung dieser Reihenfolge nothwendig zur vergleichen-den Methode, und so ist das zwiefache Verhältniss der dynamischenBiologie zur statischen unbestreitbar, von welchem Gesichtspunktman auch ausgehen mag.
Uer Unterschied der beiden Tlieile der statischen Biologie istweniger hervortretend und daher ihre Unterordnung weniger klar.Ja, es ergiebt sich sogar eine innige Verbindung zwischen derBionomie und der Biotaxie. Trotzdem wird man die Lehre vonder Organisation der Lehre von der Klassifikation voranstellen, daman Organismen, ohne sie zu kennen, nicht klassihziren kann. Auchmuss man, um jede Schwierigkeit hier zu beseitigen, anerkennen,dass eine vorläufige Darlegung des Systems der biologischenLehren nicht genügen kann, wenn man nicht annimmt, dass siedurch eine allgemeine Uebersicht vervollständigt werden müsse.Dies gilt selbst für das Ganze der Biologie. Die Frage, welcherTheil eines Gegenstandes den andern vorausgehen soll, hat nichtjene grosse Wichtigkeit, welche man ihr oft beigelegt hat. Auchist die NothWendigkeit einer philosophischen nochmaligen Prüfungnichts Besonderes bei der Biologie; sie ist hier nur fühlbarer,weil ihre Tlieile eine viel tiefere Uebereinstimmung besitzen.
Die innere Eintheilung jedes dieser drei Zweige der Biologiekann aus dem Prinzip abgeleitet werden, welches uns immer ge-leitet hat, wonach die gegenseitige Abhängigkeit der verschiedenenTheile einer Wissenschaft von dem Grade ihrer Allgemeinheit undAbstraktheit bestimmt wird. Dieses Prinzip stellt die statische unddynamische Lehre des organischen Lebens vor die des thierisehenLebens. Denn letztere ist spezieller und verwickelter und ruhtauf ersterer, welche in ihren wesentlichen Elementen unabhängigerist. Nach dieser Regel gehören diejenigen Studien an letzte Stelle,deren Gegenstand spezieller und verwickelter ist, und die geradedeshalb von den vorgehenden abhängig sind. Die Lehre von denhöchsten Verrichtungen und Organen des Menschen bildet dennatürlichen Schluss der Biologie.
Man hat oft darüber verhandelt, ob man bei dem Studiumder einzelnen Organe oder Verrichtungen mit dem Menschen be-