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Erster Band.
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Einundvierzigstes Kapitel.

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ginnen oder der umgekehrten Ordnung folgen soll, welche den Vor-theil einer zunehmenden Verwickelung bildet. Man kann allerdingsdie eine oder die andere Methode anwenden; allein einen Unter-schied zwischen dem Studium des organischen und des thierischenLebens muss man feststellen. Bei den Vorgängen des ersteren,die hauptsächlich chemischer Natur sind, ist es weniger nöthig mitdem Menschen zu beginnen; ja es ist sogar besser, zunächst denOrganismus der Pflanzen zu betrachten, wo diese Verrichtungenreiner und deutlicher sind und ein leichteres und vollständigeres Stu-dium gestatten. Dagegen würde jede anatomische oder physiologi-sche Untersuchung des thierischen Lebens dunkel bleiben, wenn sienicht mit dem Menschen begönne, da er das einzige Wesen ist,an dem diese Vorgänge unmittelbar erkennbar sind.

Einundvierzigstes Kapitel.

Philosophische Betrachtungen üher die Anatomie.

Das statische Studium der lebenden Körper könnte so lange nichtphilosophisch eingerichtet werden, als es sich nicht auf sämmtlichebekannte Organismen ausdehnte. Auch müsste noch der Begritfvon der Zerlegung des Organismus in seine einzelnen elementarenGewebe hinzukommen.

Die Analyse der Thiere bot das vollständigste Mittel für dieSonderung der Gewebe; aber die pathologische Analyse bietet einenunmittelbareren Weg. Als Morgagni die pathologische Ana-tomie begründet hatte, erkannte man bald, dass bei den am bestenbestimmten Krankheiten kein Organ jemals ganz verletzt ist. Durch(he Verbindung der gesund gebliebenen Gewebe eines Organs mitbereits erkrankten Geweben und durch die Betrachtung verschie-dener, von gleichartigen Krankheiten ergriffenen Organe bei Ver-letzung eines gemeinsamen Gewebes, war die Untersuchung derhauptsächlichsten anatomischen Elemente auf Irrwege gerathen,und das Studium der Gewebe galt seitdem für wichtiger, als dasder Organe. Ich musste die geistige Nothwendigkeit kennzeichnen,

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