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Erster Band.
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Einundvierzigstes Kapitel.

heit zurückgeführten Leben. Denn das Zellgewebe eignet siebvorzüglich zu der Aufsaugung und Ausathmung, aus welchendie beiden wesentlichen Theile des Lebensvorganges bestehen.Beim unteren Anfang der biologischen Stufenfolge ist der lebendeOrganismus in eine unveränderliche Umgebung gestellt und ziehtein und stösst aus mittels seiner beiden Oberflächen, zwischen denendie zur Assimilation bestimmten Flüssigkeiten und die aus der Aus-stossung sich ergebenden Flüssigkeiten zirkuliren oder vielmehr os-zilliren. Für so einfache Verrichtungen genügt aber die Zellen-Orga-nisation. Der Art ist also die Grundlage des Organismus überhaupt..Indess bedarf es der Feststellung jener Gesetze, nach denen das ur-sprüngliche Gewebe sich allmählich verändert, um aus sich nachund nach die anderen Gewebe zu erzeugen.

Diese Veränderungen theilen sich in zwei Klassen; die einenbeschränken sich auf den Bau, die anderen nähern sich der Ver-bindung. In der ersten Klasse erzeugt sich die unmittelbarste undverbreitetste Umgestaltung des Hautgewebes, welches die Unter-lage für die organische Umhüllung nach aussen wie nach innenabgiebt. Die Veränderung beschränkt sich hier auf eine grössere odergeringere Verdichtung, je nachdem die Oberfläche, wie nach aussen,mehr ausdünstend als einnehmend, oder je nachdem sie umgekehrt, wiebei der inneren Haut, sich verhält. Um diese Umgestaltung zu bemer-ken, muss man schon einige Stufen auf der biologischen Leiter hinauf-steigen. Bei den untersten Thieren sind die beiden Theile der Ober-fläche organisch wenig verschieden, sie können sich gegenseitig er-gänzen; und noch etwas tiefer besteht keine anatomische Anlage,welche die Umhüllung des Organismus verschieden gestaltete; sieist da gleichförmig Zellengewebe.

Eine zunehmende Verdichtung des erzeugenden Gewebes führtauf eine höhere Stufe der organischen Reihe zu den fibrösen, knorp-lichen und knochigen Geweben. Die verschiedenen Grade der Ver-dichtung haben im Grunde des Zellengewebes eine fremdartigeSubstanz, die bald organisch, bald unorganisch ist. Wird dagegen inFolge einer letzten unmittelbaren Verdichtung das Gewebe fester,ohne sich mit fremden Resten zu verbinden, so ergiebt dies eineneue Bildung, bei der die Undurchdringlichkeit sich mit der Weichheitverträgt. Es ist dies das seröse Gewebe, oder genauer das hist Öse,