Band 
Erster Band.
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451
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Vierundvierzigstes Kapitel.

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Ich habe noch die Begriffe, welche sich auf die Art der Wirk-samkeit beziehen, und allen Vorgängen bei der Erregbarkeit undEmpfindungsfähigkeit gemeinsam sind, zu betrachten.

Diese Betrachtungen zerfallen in zwei Klassen, je nachdem siesich auf die gesonderte Untersuchung der einzelnen Bewegungenoder Empfindungen beziehen, oder auf die Verbindungen beider.Die ersteren können sich ferner auf die Weise oder den Grad desthierischen Vorganges richten, und in dieser Art habe ich diebetreffenden Theile der Physiologie durchzugehen, indem ich zu-nächst die Lehre von den zeitweiligen Unterbrechungen der Wirksam-keit und dann die von der daraus sich ergebenden Gewohnheit prüfe.

Bichat muss als der Begründer dieses ergänzenden Theilesder Physiologie angesehen werden. Er hat zuerst den sich unter-brechenden Charakter jeder thierischen Wirksamkeit im Gegensatzzur stetigen Dauer der pflanzlichen Vorgänge hervorgehoben. Erhat diesem Gegenstände ein bewundernswerthes Kapitel in seinenphysiologischen Untersuchungen über das Leben undden Tod gewidmet. Die zwiefache Bewegung der Verbindungund Lösung, welche das Leben bildet, darf keinen Augenblickunterbrochen werden, wenn nicht sofort das Streben zur Desorga-nisation hervortreten soll; dagegen ist jeder Akt von Erregung oderEmpfindung nothwendig ein unterbrochener, und keine Zusammen-ziehung oder Empfindung kann als ohne Ende zeitlich verlängertaufgefasst werden. Die stetige Dauer widerspricht dem thierischenLeben, wie das Unterbrechen dem organischen Leben. Diese Lehrevon der Unterbrechung ist hauptsächlich in dem biologischenSystem von Blainville vervollkommnet worden. Bichat suchtevergeblich den Einwurf zu entkräften, der aus Vorgängen ent-nommen wurde, welche er auf das organische Leben bezog undwelche doch eben so unterbrochen sind, wie die unzweifelhaftestenVorgänge bei den Tliieren. Dies ist unbestreitbar der Pall bei denMuskeln der Eingeweide und selbst desHerzens, bei denen jede reizbareFiber für eine gegebene Zeit eine Summe von Ruhepunkten zeigt,die mindestens denen der Thätigkeit gleich sind, wenn man dieZusammenziehung mit der Ausdehnung vergleicht. Aller Unter-schied läuft nun auf die grössere Menge der Pausen hinaus.Die Schwierigkeit löst sich durch die positive Lehre von der