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Achtundvierzigstes Kapitel.
nionie gewährt die Grundlage für die Lehre einer politischen, so-wohl geistlichen wie weltlichen Ordnung, denn sie zeigt die künstlicheund freiwillige Ordnung nur als eine einfache Verlängerung dernatürlichen und unwillkürlichen Ordnung, nach welcher alle die ver-schiedenen Gesellschaften ohne Unterlass hinstreben.
Jede politische Einrichtung muss, wenn sie wirksam sein soll,auf einer Kenntniss der entsprechenden freiwilligen Bestrebungenaufgerichtet sein, denn nur diese können ihrer Geltung genügendfeste Wurzeln gewähren. Man hat die Zustände für ihre Vervoll-kommnung zu untersuchen, aber man soll sie nimmer erzeugenwollen, denn dies ist unmöglich.
Vom wissenschaftlichen Standpunkte aus ist der Begriff desConsensus nicht eine blosse Eigenthiimliohkeit der lebenden Körper.Man kann sagen, dass überall, wo irgend ein System besteht, aucheine gewisse Solidarität bestehen muss. Selbst die Astronomie,deren Vorgänge rein mechanisch sind, zeigt den Beginn einersolchen, und gewisse Störungen eines Gestirnes können erheblichauf ein anderes zurückwirken, und der Consensus wird um soinniger und deutlicher, je mehr er bei verwickelteren und wenigerallgemeinen Vorgängen sich zeigt. Das Studium der chemischenVorgänge bildet in dieser Hinsicht ein Mittelglied zwischen der un-organischen und organischen Philosophie, lndess passt der Begritfder Solidarität und des Consensus wesentlich für organische System®wegen deren grösseren Verwickelung.
In Bezug auf die Methode soll der Begriff des sozialen Con-sensus die Modifikation bestimmen, welche die positive Methode n 1ihrer Anwendung auf die Soziologie erleidet. Indem die soziale 0Vorgänge in Verbindung stehen, kann in der That deren Studiumnicht vereinzelt geschehen, und man hat deshalb die verschiedene * 1sozialen Gebiete gleichzeitig zu betrachten. Kein sozialer Vorganggleichviel wie er ermittelt ist, kann in die Wissenschaft eingefüh^werden, so lange er isolirt aufgefasst wird. Allerdings wird d* esoziale Wissenschaft eines Tages mit Nutzen in Abtheilungen g e 'sondert werden, allein das Prinzip dieser Eintheilung muss » lläder Entwickelung der Wissenschaft selbst hervorgehen, die si<^nur aus dem Studium des Ganzen ergeben kann. Man kann de** 1 'nächst die Arbeiten wohl in zunehmender Besonderung weü ef