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Achtundvierzigstes Kapitel.
über tieferen Unordnungen anerkennt, so kann sie doch mit Nutzenzur Abkürzung der Krisen durch Erkenntniss deren Charakters undder Voraussicht ihrer Erfolge beitragen. Hier, wie überall, handelt essich nicht um Beherrschung der Vorgänge, sondern um die Mässi'gung ihrer Entwickelung, und dies ist nur bei Kenntniss ihrerGesetze möglich.
Durch diese vorläufigen Erwägungen dürfte der Geist derneuen Philosophie genügend gekennzeichnet sein. Die Soziologiebewundert nicht und verdammt nicht die politischen Ereignisse,sondern sieht in ihnen, wie es bei jeder andern Wissenschaft ge'schieht, einfach Gegenstände für die Beobachtung. Sie fasst jedenVorgang nach seiner Uebereinstimmung mit den andern gleich'zeitigen und nach seiner Verknüpfung mit dem vorhergehendenund nachfolgenden der sozialen Entwickelung auf. Sie strebt inder oder jener Weise die Beziehungen zu entdecken, welche all"sozialen Thatsachen mit einander verknüpfen. Jede Thatsache gihihr für erklärt, im wissenschaftlichen Sinne dieses Wortes, wen"sie an die vorhandene Lage oder an eine vorhergegangene B?'wegung angeknüpft werden kann. Indem diese Wissenschaft cb esoziale Erkenntniss entwickelt, verwirklicht sie den Ausspruch vo"Pascal; nach demselben bildet die menschliche Gattung eine u"'geheure Einheit, deren verschiedene Organe gemeinsam die all'gemeine Entwickelung fortführen. Indem sie mit der ihr mögliehen Bestimmtheit zu Voraussicht der Ereignisse führt, welch'’aus einer vorhandenen Lage oder aus einer Gesammtheit früher?*Vorgänge sich entwickeln, zeigt die politische Wissenschaft der b?'treffenden Kunst die Bestrebungen, welche sie zu unterstützen h"lund die Mittel, die sie an wenden muss, um jede nutzlose Verwendungder Kräfte zu vermeiden.
Ich werde nun, wie ich es bei den früheren Wissenschaft"gethan habe, die gesammten Hülfsmittel der Soziologie untersuch?"'Man muss, in Folge der grösseren Verwickelungen der Vorganghier auf ein System sich gefasst machen, dessen Hülfsmittel, so wo"mittelbar wie unmittelbar, die grösste Mannigfaltigkeit und E'hfaltung zeigen.
Man hat bei den sozialen Wissenschaften zwei Arten von Hülfrmittein zu unterscheiden; die einen sind unmittelbare und besteh?"