Band 
Zweiter Band.
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Achtundvierziggtee Kapitel.

nur auf dem Zeugniss der ursprünglichen Forscher beruht. KeineWissenschaft könnte sich bilden, wenn jeder immer nur seine eignenBeobachtungen gelten lassen wollte. Weshalb sollte nun ein solchersonderbarer Satz nur für die sozialen Vorgänge gelten? Offenbarnur deshalb, weil er zu dem philosophischen Arsenal der revolu-tionären Metaphysik gehört, um das alte politische System zu zer-stören. Viele weniger umsichtige Personen würden dann meinen,sie müssten sich deshalb der katholischen Philosophie unter-werfen, weil sie z. B. die Wahrheit der biblischen Geschichten an-erkennten, deren methodische Verneinung diese Sophismen zunächstveranlasst hat.

Mit diesen Irrthümern verbindet sich noch der systematische Em-pirismus, den man den geschichtlichen Beobachtungen auferlegt, wennman hier, unter dem Vorwand der Unpartheilichkeit, die Benutzungaller Lehre überhaupt nicht zulassen will. Man könnte keinen Satzaufstellen, welcher mehr dem Geist der positiven Philosophie undihrem besondern Charakter beim Studium der sozialen Vorgang 0widerspräche. Bei allen, selbst den einfachsten Vorgängen, erhälteine Beobachtung erst dann ihren Werth, wenn sie durch ein 0Lehre bestimmt und erläutert wird. Dies ist ein logisches Bedürf'niss, welches in der Kindheit der menschlichen Vernunft zum Aul'treten der theologischen Philosophie geführt hat. Die positiv«Philosophie will von dieser Pflicht nicht befreien, vielmehr sie meblund mehr entwickeln.

In wissenschaftlicher Hinsicht ist jede isolirte und empirisch«Beobachtung nutzlos und selbst unsicher; die Wissenschaft kan®nur solche Beobachtungen benutzen, welche sich wenigstens hyp 0 'thetisch an ein Gesetz knüpfen. Diese Verknüpfung bildet d«®wichtigen Unterschied zwischen den Beobachtungen der Gelehrte®und der Laien. Diese Bedingung muss um so strenger eingehalte®werden, je mehr es sich um verwickeltere Vorgänge handelt.

Die sozialen Beobachtungen erfordern die Benutzung von Lehr 0 ® 1welche die gegenwärtigen Thatsachen an vergangene anknüpf 0 ®'An Thatsachen fehlt es nicht und die gemeinsten sind die wich'tigsten; die Beobachtung hat aber nur Bedeutung, wenn sie ve®einer mindestens beginnenden Kenntniss der Gesetze für denzialen Zusammenhang geleitet wird. Die Thatsachen an sich hab«®