Einundfünfzigstes Kapitel.
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rakterisiren, dass durch Uebung die verschiedenen Organe desGehirns ein steigendes Uebergewicht in dem Maasse erlangen, inwelchem sie von den rückwärtigen Lagen des Gehirns zurücktretenund sich den Lagen an der Stirn nähern. Dies ist die ideale Grund-form; je mein - sie vollkommen sich verwirklicht, um so mehr be-zeichnet sie den Gang der menschlichen Entwickelung, sowohl fürden Einzelnen wie für die Gattung.
Eine gleichlaufende Ansicht führt zu dem Unterschiede desAntheils der Natur und der Kunst; die menschliche EntwickelungUiuss als eine natürliche gelten, wo sie zu dem Uebergewicht derUlenschlichen Eigenschaften über die thierischen führt, und sie giltgleichzeitig als eine künstliche, weil sie durch die Uebung ihrerFähigkeiten ein um so stärkeres Uebergewicht für diejenigen zu^langen sucht, die im Vergleich anfänglich die schwächsten sind.Davon kommt die wissenschaftliche Erklärung des Kampfes zwischenUnserer menschlichen und thierischen Anlage, welchen man seitdem Beginne der Civilisation erkannt hat.
Nach dieser Feststellung der Richtung der menschlichen Ent-wickelung habe ich letztere nach deren Schnelligkeit zu erwägen.Dli lasse dabei die Unterschiede bei Seite, welche von dem Klim a,der Rasse und allen anderen modifizirenden Umständen kommenkönnen, deren Einfluss bei dem ersten Entwurf der sozialen Dy-Uamik fern bleiben muss. Diese Geschwindigkeit bestimmt sichUach dem gemeinsamen Einfluss der Hauptbedingungen, welchesich einerseits auf den menschlichen Organismus und andererseitsa uf die Umgehung, in dem er sich entwickelt, beziehen; allein die^Veränderlichkeit dieser Bedingungen und die Unmöglichkeit ihreflacht zu hemmen oder zu beschränken, gestatten eine genaueMessung ihrer Wichtigkeit nicht. Unsere Entwickelung würde be-schleunigt oder verlangsamt werden durch jede günstige oder schäd-iche Veränderung, welche in diesen verschiedenen Einflüssen ein-f r äte, möge sie organischer oder unorganischer Natur sein, z. B.W e nn unsere Gehirnvorrichtung eine grössere anatomische Stärkeder Stirnregion erlangte, oder wenn unser Planet grösser oderesser bewohnbar würde. Die soziologische Untersuchung könnteaUn nur nebensächliche Bedingungen auffinden, in Folge der ab-setzbaren Veränderungen, deren sie fähig wären.