Emundfunfzigstes Kapitel.
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Laufe eines individuellen Lebens sind sie kaum bemerkbar; diesgeschieht nur erst bei dem Uebergange einer Generation auf diefolgende. Der soziale Organismus unterliegt derselben Bedingung^e der des Einzelnen, wo nach einer bestimmten Zeit die ver-schiedenen Theile, welche in Folge der Lebensvorgänge nicht mehrgeeignet sind für seine Zusammensetzung beizutragen, allmählich•Lirch neue Elemente ersetzt werden müssen.
Um den Werth einer solchen sozialen Nothwendigkeit zu er-nennen, braucht man nur anzunehmen, das menschliche Lebenw äre ohne Ende; dann würde die fortschreitende Bewegung beinaheganz verschwinden. Indess braucht man nur eine Verdoppelung^ er Lebensdauer anzunehmen und dabei den verschiedenen Epochen'Leselben Verhältnisse zu belassen; dann würde, auch wenn sonstnichts in der Verfassung des Gehirns geändert wäre, eine solcheAbnahme die soziale Entwickelung verlangsamen, weil der Kampf,sicher zwischen dem erhaltenden Instinkte, dem Kennzeichen desLLeisenalters, mit dem zu Neuerungen treibenden Instinkte, der■Eigenschaft der Jugend, dann zu Gunsten des ersteren verändert8e in würde.
Männer, welche in ihrem reifen Alter viel zum Fortschritt^ er Gesellschaft beigetragen haben, können ihre Ueberlegenheit
nicht lange bewahren und werden leicht einer weiteren Ent-nickelung abgeneigt. Eine zu lange Lebensdauer würde die sozialeEntwickelung verlangsamen; eine verkürzte Lebensdauer würdedagegen ein Hinderniss sein, da dann der Instinkt der Neuerung*nue gesteigerte Macht erhielte. Der Widerstand des erhaltenden^tinkts im Alter kann allein den Trieb nach Neuerungen nöthigen,Sei üe Anstrengungen der Gesammtheit der früheren ErgebnisseUri terzuordnen; ohne diesen Zügel würde man nur zu geneigt sein,*! lc L hlos mit angefangenen Versuchen und unvollständigen Auf-lösungen zu begnügen. Keine fruchtbare und dauernde Ent-^okelung würde daraus hervorgehen. Solche Folgen würde eine^Liebliche Verminderung der Lebensdauer nach sich ziehen, z. B.' Verin sie blos auf die Hälfte oder ein Viertel der heutigen herab-bosetzt W ü r( ] e j)j e soz i a le Entfaltung wäre eben so wenig ver-glich mit einer zu langsamen, wie zu schnellen Erneuerung der,ei ierationen.