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Zweiter Band.
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Einundfünfzigsfces Kapitel.

gesellschaftlichen Zeitalter würde bei Völkern, die nur aus Kriegernund Sklaven bestanden, eine Körperschaft weder errichtet nochgeduldet worden sein, welche, befreit von kriegerischen und in*dustrieüen Sorgen, überhaupt nur eine geistige Thätigkeit entwickelthätte, wenn nicht die theologische Philosophie sie von seihst ein'geführt, und sogar mit einer geachteten Autorität bekleidet hätte.So ist die politische Aufgabe dieser Philosophie die Bildung einernur geistig thätigen Körperschaft, deren soziales Dasein der Org»'nisation aller anderen Klassen vorausgehen und sie leiten musste.

Diese priesterlichen Kasten begründeten, trotz der Verworren-heit ihrer geistigen Arbeiten und der Leere ihrer erheblichstenUntersuchungen, die erste Theilung zwischen Theorie und Praxis.

Der geistige Fortschritt wäre schon bei seiner Gehurt gehemmtworden, wenn die Gesellschaft blos aus Familien bestanden hättetdie nur mit der Sorge um ihre materielle Existenz und der Leiden'schaft für kriegerische Thätigkeit erfüllt gewesen wären. De 1 'geistige Aufschwung verlangt das Dasein einer privilegirten Klasse*welche der unentbehrlichen Müsse für die Kultur des Geistes g e "niesst und gleichzeitig durch ihre soziale Stellung genöthigt ist, jeneArt von geistiger Thätigkeit zu entwickeln, welche mit den Urzu-ständen der Menschheit verträglich ist. In dieser Weise hat di etheologische Philosophie der politischen Organisation der erstensozialen Zeit vorgestanden und die Bedingung für die spätemgeistige Entwickelung durch Einrichtung einer besonderen Klass efür die geistige Thätigkeit hergestellt.

Diese geistigen, moralischen und sozialen EigenthümlichkeiteUhaben gemeinsam der theologischen Philosophie jene höhere Stellunggegeben, welche für den Beginn der menschlichen Entwickelndebenso unentbehrlich wie unvermeidlich war.

Alle Gedanken strebten indess nach einem rein positiven Zu-stand, wie dies bei den verschiedenen Wissenschaften dargeld"worden ist, und so ist das Ziel der geistigen Entwickelung ebensowenig zweifelhaft wie deren Ausgangspunkt. Die Gründe, welch®die geistige Herrschaft der theologischen Philosophie erklären ui>rechtfertigen, zeigen dieselbe zugleich als eine nur vorläufige. P efLeser mag in dieser Beziehung die wichtigem Erwägungen wid eranstellen und überall wird er erkennen, dass, wenn man deren A 11