Band 
Zweiter Band.
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Einundfünfzigstes Kapitel.

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Wendung bis zu einem sehr vorgeschrittenen gesellschaftlichenZustand fortsetzt, sie den Niedergang der theologischen PhilosophieUnd das Emporkommen der positiven Philosophie ergeben. Geradehierin besteht die Feinheit einer solchen Darlegung; ein sophisti-scher Geist könnte sie leicht missbrauchen, um den Nutzen dertheologischen Philosophie ganz zu bestreiten.

Diese Philosophie begann mit der Entwickelung der geistigenKräfte, aber endete überall mit deren Unterdrückung, seitdem ihrGegensatz zu der positiven Philosophie hervortrat. Ebenso habenbetreffs der moralischen Zustände, das Vertrauen und die Begeisterung,Welche durch die Illusionen einer solchen Philosophie eingeflösst^'Uirden, sich unter deren zu sehr verlängerten Herrschaft in einenUiederdrückenden Schrecken und in ein dumpfes Dahinsiechen vondu ab verwandelt, wo ihr Uebergewicht ins Schwanken gerieth,l, nd sie mehr zurückhalten als antreiben musste.

Die Ueberlegenheit der positiven Philosophie ist bei der mo-ralischen Frage ebenso unzweifelhaft wie bei der geistigen. Siea Uein hat in dem Mannesalter der menschlichen Vernunft, inmitten4er gewagtesten Unternehmungen, in uns jene unerschütterlicheKraft und jene überlegte Ausdauer zu entwickeln vermocht, welche,a Us unserer Natur allein entlehnt, keiner äusseren Hülfe und keinerchimärischen Hemmnisse bedürfen.

In sozialer Hinsicht strebt die theologische Philosophie, die Men-gen nicht ihrer ursprünglichen Bestimmung gemäss zu verbinden,H °udern sie zu trennen. Die Fähigkeit zu vereinen, wie die anzutreibenUfi d zu leiten, gehört seit dem Verfall des religiösen Glaubens4 ß i' Gesammtheit der positiven Begriffe an. Diese allein vermögen voneine m Ende der Welt zu dem anderen auf ebenso dauerhaften wieausgedehnten Grundlagen eine geistige Gemeinschaft zu errichten,^ e lche das Fundament für die ausgedehnteste politische Organisa-011 abgeben kann. Nach allen diesen Beziehungen lässt die Er-dung das Geschick der beiden Philosophieen im Voraus ahnen.

Die theologische Philosophie hat immer nur in Ermangelungjüöer besseren die geistige Thätigkeit mit sich gezogen. WennJ 51 irgend Jemand, nach einer angemessenen Vorbereitung, beide^ethoden einander bekämpfen, so hat noch Niemand gezögert,e Ermittelung der Gesetze der Vorgänge der Ermittelung ihrer