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Zweiter Band.
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141
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Einundfünfzigstes Kapitel.

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'Dan, trotz der offenbaren Richtung des menschlichen Geistes zurPositiven Philosophie doch für die theologische Philosophiee »ie ewige Autorität Vorbehalten, indem man von einer chimäri-schen Versöhnung beider träumt. Allein die in dem ersten Theiledieses Werkes enthaltenen Darlegungen machen die Unverträg-l'clikeit beider zweifellos, sowohl für die Methode wie für diekehre. Im Beginn bemerkt man allerdings nicht, dass der Gegen-satz zwischen der Erforschung der Gesetze der Vorgänge und derihrer wesentlichen Ursachen ein unversöhnlicher ist. Sofern nur'las Studium der Physik dem theologischen Dogma immer unter-geordnet bleibt, kann sich jenes in seiner Weise entwickeln, ohneZl1 einem unmittelbaren Zusammenstoss beider zu führen; die eine'ler beiden Philosophien scheint dann nur bestimmt, das Einzelneeiner fundamentalen Ordnung zu erforschen, während die andereD1 °s das Ganze derselben zu beurtheilen hat.

Der Fortschritt der positiven Philosophie war selbst zu dieserUnterordnung genüthigt, denn ohnedem war diese Philosophie imAnfang viel zu schwach, um einem unmittelbaren Zusammenstoss'"it Erfolg widerstehen zu können, und ihr erster Aufschwung"'äi'e dadurch gedämpft worden. Seitdem indess die Beobachtungenz Dsarnmenhängender geworden, hat der Gegensatz der Methoden beijken Gegenständen eine unvermeidliche Feindschaft zwischen beidenehren erzeugt. Ehe der Gegensatz beider offen zum Ausbruchklangt ist, hat derselbe sich theils durch den Widerwillen kund-^ e geben, welchen der positive Geist für die zweifellosen Erklärungener theologischen Philosophie hegte, theils durch che Verachtung,' rVe hhe diese für den vorsichtigen Gang und die bescheidenen Er-zielungen der neuen Lehre empfand. Jedenfalls schien dasj. "hiuni der wirklichen Gesetze sich noch mit dem der wesent-lc hen Ursachen versöhnen zu können.

Als aber Naturgesetze von grösserer Tragweite entdeckt wurden,^'gte sich die steigende Unverträglichkeit zwischen dem Ueber-^'Gcht der Phantasie und dem der Vernunft, zwischen dem un-. ngttm und dem bedingten Geist, zwischen der alten AnnahmeÖlller Leitung der Vorgänge durch willkürliche Willensakte und^ Möglichkeit, sie lediglich auf den Wegen der menschlichene ' s heit vorauszuselien oder zu verändern. Als der Zusammen-