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Zweiter Band.
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Zweiundfünfzigstes Kapitel.

gängen beschränkt, ohne selbst die negativen auszunehmen, z. B.die Schatten, welche lange Zeit den Schrecken verursachten, densie noch jetzt oft bei den Kindern und vielen Thieren erregen.

Eine solche Weise zu philosophiren passt ebenso gut für denmoralischen Charakter der beginnenden Mensch heit, wie für derengeistigen Zustand. Der Sinn der Entwickelung besteht überhauptin einer Verminderung des Uebergewichts des Gefühlslebens überdas geistige Leben, oder nach der anatomischen Formel, des Ueber-gewichts der hinteren Theile des Gehirns gegenüber den vorderen.Nun ist die grössere Herrschaft der Leidenschaft über dieVernunft dem theologischen Fetischglauben viel günstiger, wiejeder anderen Theologie. Indem alle wahrnehmbaren Körper sopersonifizirt und mit meist sehr starken Leidenschaften je nach derStärke ihrer Vorgänge begabt worden, zeigt sich die äussere Wehdem Zuschauer in einer Harmonie, welche in diesem Grade W ewiedergekehrt ist und die im Menschen ein befriedigendes Gefühlerweckt.

Man kann diese Zusammengehörigkeit selbst bei einem vor-geschritteneren Zustand der menschlichen Entwickelung wahrnehmei 1 !wenn man die seitdem seltneren Organisationen oder Vorfälle be-trachtet, wo das Gefühlsleben aus irgend einem Grunde ein e r ‘hebliches Uebergewicht gewinnt. Trotz der grösseren geistige 0Bildung müssen Menschen, die so zu sagen mit dem Hinterkopfdenken, oder welche sich momentan in solchem Zustande befindetin Wahrheit ihre Gedanken überwachen, um sich nicht in Folg eeiner Leidenschaft zu einem Zustande von Furcht oder Hoffnungliinreissen zu lassen und zu einer Art Rückfall in den Fetischglaube 11 'wo sie die trägsten Gegenstände, welche ihre Gefühle errege 0 ’beleben oder vergöttlichen.

Die Bildung der Sprache, welche selbst in den vollkommenste 11Arten noch so bilderreich ist, giebt ein weiteres Zeugniss für <h eursprüngliche Kraft eines solchen geistigen Zustandes. Zurder Bildung oder vielmehr der Entwickelung der Sprache z el ^sich der Ueberfluss von figürlichen Ausdrücken vorzüglichphilosophischen Gebiet. Indem alle möglichen Vorgänge ähnlichwie menschliche Handlungen aufgefässt wurden, führte diese phiDsophische Richtung Ausdrücke als getreue ein, welche uns nur il