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Zweilind fünfzigstes Kapitel.
dienstes gewinnen und der Gesamintheit des Kultus den Cha-rakter der Sternanbetung geben konnte; denn der menschlicheGeist war anfänglich mit direkteren und vereinzelteren Betrach-tungen erfüllt, um die Himmelskörper auf die erste Stelle deräusseren Wesenheiten erheben zu können.
Die Gestirne hatten lange Zeit weniger Wichtigkeit als vieleirdische Vorgänge. So haben z. B. die bedeutenderen meteorolo-gischen Ereignisse zu einer vorgeschritteneren Zeit und beinahewährend der ganzen theologischen Herrschaft als Zubehör über-natürlicher Macht gegolten. Während man damals den Magierneine Autorität über den Mond und die Sterne zueignete, würdedoch Niemand gewagt haben, eine Theilnahme an der Leitungdes Donners bei ihnen vorauszusetzen. Deshalb waren vielerleiVeränderungen in den Vorstellungen der Menschen nöthig, ehesie die Gestirne an die Spitze der natürlichen Körper stellten,allerdings immer der Erde und dem Menschen in Gemässheit dertheologischen Philosophie untergeordnet.
Am Schluss dieser Betrachtungen möchte ich noch über dasgesammte theologische Regiment eine Bemerkung machen, welche ;deren Fähigkeit, unbeschränkt als Grundlage für die sozialen Bandezu dienen, sehr zweifelhaft macht, obgleich man dies von denreligiösen Ueberzeugungen mit Ausschluss aller anderen Artenvon Auffassungen behauptet. Aus den bisherigen Betrachtungenerhellt vielmehr, dass diese Eigenschaft ihnen durchaus nicht sounbedingt zukommt, als mau annimmt; denn sie konnte sich nichtzur Zeit der grössten geistigen Ausdehnung des reügiösen Sj"stems entwickehi. Diese Bemerkung wird sich im Verfolg meinerhistorischen Untersuchungen noch weiter bestätigen. Wir w'erdennämlich in dem Polytheismus, und mehr noch in dem MonotheiS'mus sehen, wie die geistige Abnahme des theologischen Regimentsvon einer vollständigeren Verwirklichung seiner civilisatorischenKraft begleitet ist.
Wenn auch der Fetischglaube nur in seiner letzten Gestalt ,der Entwickelung der theologischen Politik günstig gewesen isbso ist doch sein sozialer Einfluss sehr ausgedehnt und selbst un' [.erlässlich gewesen, wie wir nun sehen werden.
In philosophischer Hinsicht zeigt diese erste Gestaltung