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Zweiundfünfzigates Kapitel.
fahrung und das Studium der menschlichen Natur glücklicherWeise erwiesen, dass ein bedeutender Mann nie einen grossenEinfluss auf seines Gleichen hat ausüben können ohne eigene tiefeUeberzeugung. Die Gesetzgeber jener ersten Zeiten waren ebensoaufrichtig in ihren theologischen Auffassungen von der Gesell'Schaft, wie in denen, welche sich auf die äussere W r elt bezogen.
Die theologische Politik führte zu Inspirationen, die mit derentsprechenden sozialen Nothwendigkeit zusammenfallen mussten.Dieses Zusammentreffen ergab sich aus zwei Eigentümlichkeiten)welche alle religiösen Gestaltungen an sich haben. Die eine bestehtin dem Unbestimmten und Schwankenden, was sie charakterisirt; dietheologischen Ueberzeugungen können deshalb sich den Erforder-nissen jeder politischen Lage anbequemen und so selbst Inspira-tionen heiligen, welche nicht mittelbar aus ihnen hervorgehen, nurmüssen sie der Empfindung eines persönlichen oder sozialen B e 'dürfnisses entsprechen. In zweiter Stelle werden die religiösenUeberzeugungen durch die Veränderungen der Gesellschaft bestimmtund sie müssen deshalb gewisse Eigenschaften an sich haben, <h emit der gleichzeitigen Lage übereinstimmen. Die erste Eigenschaftentspricht dem Unbestimmten und Unregierbaren jeden religiöse 11Systems, die zweite dem, was sich an Bestimmten und Reguli 1 "baren in ihm befindet. Die Wirksamkeit der einen Eigenschaftkann daher die der anderen ergänzen. Je mehr die religiöse 11Ueberzeugungen sich vereinfachen und organisiren, um so mehrsinkt ihr Einfluss auf die Gesellschaft in der ersten Hinsicht,die spekulative Freiheit sich dadurch vermindert; dagegen nimmtdiese in der zweiten Hinsicht zu, indem sie den bedeutendere 11Männern mehr und mehr gestattet, die civilisatorische Kraft diese 1Philosophie auszunutzen.
Nach diesen Erläuterungen über die beiden Weisen, in welche ' 1jede Theologie ihre soziale Wirksamkeit äussert, sieht man, das 9die erstere im Fetischglauben überwiegen muss, dem die religiös 6Organisation abgeht. Aber gerade dadurch ist die Untersuchungdieses Einflusses schwieriger. Die zweite Weise gestattet trot*ihrer geringeren Ausbildung die bessere Beurtheilung ihrer NatunDas verhüllte Dasein dieses zweiten Einflusses findet so seine B estätigung in den zahlreichen Fällen, wo die Unvollkommenheit & et