Dreiundfunf'zigste« Kapitel.
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Weniger ausgedehnt als der des andern gewesen. Dieser Ausspruch^nn indess das Zusammentreffen der Beweise nicht abschwächen,Welche den Polytheismus als die grösste Entwickelung des reli-Posen Geistes darlegen.
Um die Theilnahme des Polytheismus an der geistigen Ent-Pökelung besser zu beurtheilen, muss man ihn nach seiner wissen-8c haftlichen, seiner politischen, seiner künstlerischen und seiner in-dustriellen Seite untersuchen.
In ersterer Hinsicht fühlt man sich durch die Hindernisse be-soffen, welche eine solche Philosophie dem Aufschwung des^ssenschaftlichen Geistes entgegenstellte, der damals gegen dieSe hr ins Einzelne gehenden religiösen Erklärungen ankämpfenMusste, welche jeden Gedanken an die Unveränderlichkeit derPhysikalischen Gesetze als gottlos abzuweisen suchten. Das Un-genügende des Polytheismus bei diesem Punkte ist so klar und be-kannt, dass es keiner weitern Prüfung bedarf; es wird auch in demZeigenden Kapitel noch durch die Darlegung des entgegengesetztenEinflusses des Monotheismus seine Ergänzung erhalten, da unter dem^ohutze desselben die wissenschaftliche Erziehung sich hauptsäch-Uch vollzogen hat. Doch kann wohl der Polytheismus ihr nicht^ a nz entgegen sein, weil diese Erziehung schon unter dem Poly-theismus begonnen hat, ja dieser sie in gewissem Maasse begünstigtQ at, wie ich darlegen werde.
Die Philosophen haben die Wichtigkeit des geistigen Fort-schrittes nicht genügend erkannt, welche durch den Uebergang desotischglaubens zum Polytheismus erfolgte. Dieser Fortschritt istrielleicht erheblicher als alle weitere Vervollkommnung, denn dieBeugung von Göttern ist der erste Versuch der spekulativenTätigkeit. Bis dahin hatte der Mensch, nach der Weise der Thiere,?Eüe Anstrengung alle äussern Körper nach dem Maasse der von, bewirkten Vorgänge zu beleben versucht. Das geistige Lebenak deshalb mit dem Polytheismus einen besondem Charakter an-Pttoiuujeu und diese theologische Entwickelung ist deshalb eineV ° r hereitende Stufe, ohne welche der Begriff von natürlichen Ge-^ Zet > unmöglich gewesen wäre.
indem der Polytheismus den Stoff als völlig träge nahm,° r<1 nete er alle Vorgänge willkürlichen Willensäusserungen unter,