Dreiundfiinfziffstes Kapitel.
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'kr Gleichartigkeit in der Lehre wieder erreichen können, welche dennormalen Zustand des Wissens ausmachen. Der Monotheismus hatdiese Bedingung weniger erfüllen können, weil in dem entsprechen-den geistigen Zustande ein Theil der philosophischen Forschungena Umählich der theologischen Philosophie entzogen worden war.^lan begreift daher leicht, weshalb der jetzt so seltene Geist fürdie Gesammtheit sich häufig zu einer Zeit einstellte, wo die ge-nüge Ausdehnung der vorhandenen Begriffe jedermann gestattete,letztere sämmtlich zu umfassen, und wo deren Unterordnung unterdieselbe Philosophie sie untereinander vergleichbar machte. Obgleichdiese Annäherungen oft chimärischer Natur waren, bildete deren^brauch doch einen normaleren Zustand als die philosophischeAnarchie, welche die vergängliche Lage der heutigen Zeit kenn-"eichnet.
Der Polytheismus entwickelte den Geist der Beobachtung undd fe r Induktion. Wenn er ihm auch nur eine untergeordnete, vonden Bedürfnissen und Anweisungen der Theologie geleitete Rolle zu-so bot er ihm doch ein unterhaltendes Ziel und ein weites^ e biet, indem er alle Vorgänge an die Bestimmung des Menschena ^knüpfte, welche der wichtigste Gegenstand der göttlichen Re-J^ßrung sein sollte. Jene für uns verkehrtesten Aberglauben, wiele Weissagung aus dem Vogelflug und aus den Eingeweiden deropferten Thiere, zeigen neben ihrer politischen Bedeutung inPhilosophischer Hinsicht einen fortschrittlichen Charakter, weil sie, le Beobachtung von Vorgängen veranlassten, welche ohnedem fürl eile Zeit kein Interesse hatten.
Die Beobachtungen aller Art hatten deshalb, trotz ihrer chi-märischen Bestimmung, ihren Werth. So ist es nach einer Be-^ er kung Keplers z. B. unzweifelhaft, dass die astrologischen, Us geburten den Sinn für astronomische Beobachtungen, welchenzunächst erweckt hatten, auch lange aufrecht erhalten haben.^ er >so hat gewiss die Anatomie ihr erstes Material der Kunst derar Uspiees entnommen, welche aus der Prüfung der Leber, deserz ens und der Lunge der geopferten Thiere das Kommende^sagten. Es giebt Vorgänge, welche auch jetzt wissenschaftlich^. c ht erklärt werden können und deshalb bedauern lassen, dasse Sitte polytheistischer Beobachtungen vertilgt worden ist, ehe