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Zweiter Band.
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Dreiundfünt'zigstes Kapitel.

ein Ersatz für sie gefunden war. Dahin gehört die Mehrzahl dermeteorologischen Vorgänge, namentlich der Blitz, welcher im Alter-thum für die Auguren der Gegenstand einer steten Erforschungwar. Man kann nur beklagen, dass die Beobachtungen, welchedie etruskischen Auguren in einer langen Reihe von Jahrhundertengesammelt hatten, verloren gegangen sind, da die Philosophie sie ihätte benutzen können. Eine gleiche Betrachtung zeigt, dass man |bei allen Arten von Vorgängen die ersten Versuche zur Beob-achtung dem Polytheismus zu danken hat. Man darf selbst diegeistigen und moralischen Vorgänge davon nicht ausnehmen, derenVerkettung damals für die Auslegung der Träume ein Gegenstandsehr sorgfältiger Beobachtungen war.

Das sind in wissenschaftlicher Hinsicht die Eigentümlich'keiten des Polytheismus, dessen Einfluss auf die Entwickelung detschönen Künste ich nunmehr darzulegen habe.

Ich muss hier eine sehr verbreitete Uebertreibung berichtige 11 ’wonach die schönen Künste die geistige Grundlage der antike®Gesellschaft gewesen sein sollen. Das heisst jedoch die Philosophiemit der Poesie vermengen, die jederzeit getrennt blieben, selbst |bevor sie ihre eignen Bezeichnungen bekamen und selbst für <h«Zeit, wo dieselben Männer sie pflegten. Bei den wilden Völker®steht die soziale Macht der Poesie und der bildenden Künste ve®'mittelst des theologischen Einflusses nur an zweiter Stelle, dies eIhilft ihnen und er wird von ihnen beschützt, aber niemals vo® jihnen beherrscht. Homer war weder ein Philosoph, noch ei®Weiser, und noch weniger ein Oberpriester und ein Gesetzgeberaber sein Geist war getränkt mit alle dem, was der menschlicheGedanke in allen Gattungen als das Beste hervorgebracht hatt e 'wie dies auch nach ilim alle dichterischen und künstlerischen Ge*nies gewesen sind, deren ausgezeichnetstes Muster er fürZeiten geblieben ist. Plato , welcher offenbar den Geist des AH er ”thums begriffen hatte, würde sicherlich aus seiner berühmten Utop iedie allgemeinste der schönen Künste nicht ausgeschlossen haben, vre ® 31deren Einfluss so gross gewesen wäre, wie man bei der Einrichtu®f?der alten Gesellschaften annimmt. Zur Zeit des Polytheismus,in jedem andern Zeitalter der Menschheit, hat der Aufschwung u11die Wirksamkeit der schönen Künste immer auf einer vorbe®