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Zweiter Band.
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Dreiundt'ünl'zigstee Kapitel.

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Gottheiten in dem Maasse anwachsen, als die Erfahrung die aus-haltende Dauer der natürlichen Verhältnisse entschleierte. DieVorsehung der Monotheisten ist nichts anderes als das Schicksalder Polytheisten, was nach und nach die Begabungen der anderenGottheiten geerbt hatte. Man brauchte ihm nur einen mehr kon-kreten Charakter in Uebereinstimmung mit einer ausgedehntenThütigkeit zu geben. Die ganze Umgestaltung bestand nur darin,dass die Menge der Gottheiten zum Gehorsam und zur Moral ge-üöthjgt wurden, indem man sie dem Uebergewicht einer einzigenGottheit unterordnete. In diesem Sinne verstehen die Massen denMonotheismus, und so betrachtet hat sich offenbar der UebergangKeinäss dem Dogma vom Schicksal vollzogen, was allmählich unterdom Einfluss des metaphysischen Geistes in eine Vorsehung umge-«taltet wurde.

Seit ihrem Ursprung hat diese Philosophie sich bis zu demPunkte entwickelt, dass sie wagte, für die Wiedergeburt derMenschheit eine Art von vernünftiger Legierung anzunehmen. Indom Maasse indess, als man suchte, die Moralphilosophie auf das^erhalten der Gesellschaft anzuwenden, zeigte sich die organischeOhnmacht des metaphysischen Geistes mehr und mehr, so dass er^onöthigt war, sich mit dem Monotheismus zu verbinden. Auchkf^ten zu der Zeit, wo die römische Herrschaft von der Erde ver-Hc Wand, die philosophischen Sekten die Lehre des MonotheismusMs die geistige Grundlage des gemeinsamen Lebens dar. Die Aus-dMinung des römischen Reiches hatte einen grossen Einfluss aufdiese Umgestaltung vermittelst seiner geistigen Verbindungen und( Vch die Entwickelung der Notliwendigkeit, statt der verschiedenen-üiander widersprechenden Culte eine gleichartige Religion und-‘»io alleinige Lehre einzuführen, welche allen Elementen einer so^ssen Vereinigung von Völkern entsprach.

I» gesellschaftlicher Hinsicht war diese Revolution das Er-^Mmiss einer Verbindung des griechischen Einflusses mit demRömischen, welcher Cato sich so vergeblich entgegengestellt hatte,hser Dualismus führte zur Unabhängigkeit der geistlichen Gewalt

der weltlichen. Indess war der Gedanke daran beiden fremd;)e de wollte nur ihre eigene Herrschaft aufrecht erhalten. Der^Mculative Ehrgeiz der metaphysischen Sekten träumte von einer