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Zweiter Band.
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Vierundfünfzigstes Kapitel.

waren. Der Art ist die Quelle flir den neuen Charakter der welt-lichen Organisation. Die soziale Verfassung war immer eine mili-tärische; die politische Zerstreuung überwog die Konzentration, diezu erhalten immer schwieriger wurde, während gleichzeitig ihr Zielnicht mehr bestand. Die eine dieser Richtungen ist nicht wenigerfür die Vertheidigung passend, wo Jeder in unmittelbarer und be-sonderer Weise theil nimmt, als es die andere für die Eroberungist, da diese verlangt, dass alle einzelnen Handlungen sich denFührern des Anstosses unterordnen.

Jeder militärische Befehlshaber, welcher sich beständig für dieVertheidigung seines Landes, die keine anhaltende Thätigkeit er-fordert, bereit hält, hat die Aufrichtung einer beinahe unabhängi-gen Macht über den Theil des Landes erstrebt, den er mit Hülfevon Kriegern beschützen konnte, die sein Schicksal theilen wollten.Seine Hauptbeschäftigung bestand in der Leitung derselben, soferndie Ausdehnung seiner Macht ihm nicht schon gestattete, sie durchgeringere Zugeständnisse gleicher Art zu belohnen, die mitunterihrerseits weiter nach dem allgemeinen Geist dieses Systems getheiltwerden konnten. Abgesehen von den Einfällen der Germanenherrscht seit der vollständigen Grösse des römischen Reiches inden Bestrebungen der einzelnen Statthalter das Streben nach Zer-theilung der früheren Macht, um sich ihr territoriales Amt zu er-halten, ja seiner Erblichkeit sich zu versichern. Diese Richtungkann man selbst in dem östlichen Reiche bemerken, welches solange Zeit vor jedem ernstlichen Einfall geschützt blieb. Die zeit-weilige Centralisation durch Karl den Grossen war nur das Er-gebniss des Uebergewichts feudaler Sitten, welches sich in der ent-scheidenden Trennung des Abendlandes von dem nach Osten ver-legten Reich vollzog.

Die Veränderung, die sich in dem Schicksale der Sklaven voll-zog, ging ebenfalls aus der Veränderung der militärischen Lag«hervor, welche von selbst die Umgestaltung der alten Sklavereiin die sogenannte Hörigkeit erforderte. Uebrigens ist diese Um-gestaltung durch katholischen Einfluss vervollkommnet und be-festigt worden. Dunoyer hat in seinem, 1825 veröffentlichtengewissenhaften Werke die Verbesserung in dem Schicksale derSklaven als eine Folge der Ausdehnung der römischen Herrschaft