Vierundfünfzigstes Kapitel.
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(largelegt; sie verschloss und verengerte mehr und mehr das Gebietdes Sklavenhandels, das sich immer wesentlich ausserhalb desReiches befand, und machte damit diesen Handel immer schwieriger,seltener und schliesslich beinahe unmöglich. Diese Vernichtungdes Sklavenhandels beschränkte den Verkehr auf das Innere undführte allmälilich zum Uebergang der Sklaverei in die Hörigkeit,denn jede Familie legte nun mehr Werth auf die erblichen Sklaven,da mau die Sklaven nicht mehr nach Willkür erneuern konnte.Kurz, das Erlöschen des auswärtigen Sklavenhandels, hatte zunächstden inneren Handel zur Folge und so wurden die Sklaven durchihre feste Verbindung mit dem Hause oder dem Landgute, wirk-liche Hörige, abgesehen von der moralischen Vervollständigungeiner solchen Umgestaltung durch den Katholizismus.
Diese Andeutungen werden hoffentlich genügen, um diesegrosse Frage der historischen Philosophie zu erledigen. Man kanneie dahin zusammenfassen: die weltliche Organisation des Mittel-alters ist nach ihren drei charakteristischen Seiten, unabhängig vonden Einfällen, aus der Ausdehnung der römischen Eroberungenhervorgegangen. Das Lehnswesen würde sich auch ohne dieseEinfälle, die allerdings unvermeidlich waren, erhoben haben; letzterehaben nur dieses System in seinem Beginn beeinflusst, auch istdieser Einfluss schwer abzuschätzen, denn er war zugleich eingünstiger und ein hinderlicher, weil die Barbaren mehr als dieKörner zu einer neuen Politik geneigt waren; nur ihre stetenKriege beengten die Entwickelung.
Ich habe die weltlichen Eigenschaften des politischen Systemsdes Mittelalters untersucht und dabei von den gleichzeitigen gei-zigen Einflüssen abgesehen, indem ich nur die Entwickelung jener,ll nd zwar der einen aus der anderen dargelegt habe.
Ich habe nun die Theilnahme des katholischen Einflusses ander Entwickelung des Feudalwesens zu untersuchen.
Der Monotheismus begünstigt die Umbildung des Systems derEroberung in das der Vertheidigung, namentlich wenn die Thei-lung der Gewalten sich vollzogen hat. Diese Richtung bestand1J U höchsten Grade beim Katholizismus, denn der Geist seiner Ver-fassung und selbst sein Ehrgeiz trieben ihn zur Vereinigung derGeistlichen Nationen in eine politische Familie unter Führung der