Yierundfiinfzigstes Kapitel.
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deiner territorialen Autorität. Die Hauptsache war, ihn an denBoden zu fesseln, die politischen und lokalen Gewohnheiten ihmzu überliefern, und ihn für das Schicksal seiner Unterthanen, sowohlder Vasallen wie der Hörigen, zu interessiren. Dies alles war nurdurch Vererbung möglich, deren Eigenthümlichkeit noch jetzt inder moralischen Vorbereitung eines jeden für seine soziale Be-stimmung besteht. In dieser Weise ist der Katholizismus zur Be-günstigung des Kastengeistes veranlasst worden. Dabei hat er nochdie gegenseitigen Verpflichtungen des Lehnsverbandes geregelt. DieVerbindung des Gefühls für Unabhängigkeit und für Ergebenheit,Welche das ganze Alterthum nicht kannte, genügt um die sozialeUeberlegenlieit des Mittelalters darzulegen. Die moralische Würde'wurde bei einer Meinen Zahl von privilegirten Familien gepflegt,die als das Muster für die anderen Klassen gelten sollten, je nachdem Maasse, in dem sich die allmähliche Befreiung vollzog.
Endlich hat der Katholizismus die Umgestaltung der Sklavereito Hörigkeit, die die letzte Eigenschaft der feudalen Organisationausmacht, unterstützt. Das Bestreben des Monotheismus dieSklaverei zu massigen, mindestens das Benehmen der Herren zumildern, ist selbst in dem Mohamedanismus bemerkbar. DieseBichtung musste in dem katholischen System sehr stark hervor-treten, da es sich nicht auf einzelne moralische Vorschriften be-schränkte, sondern zwischen dem Herrn und Sklaven, oder zwischendem Lehnsherrn und seinen Hörigen eine geistliche Autoritätstellte, die von beiden beachtet wurde und beide zu ihren Pflichtenzurückführte. Der Katholizismus hat seit seinem Auftreten dieSklaverei abzuschaffen gesucht, welche mit der Vollendung desSystems der Eroberung keine Bedingung für die politische Existenzmehr war und die soziale Entwickelung hemmte.
Die Bildung des ßitterstandes war eine bewunderungswürdigeZusammenfassung jener drei Kennzeichen der feudalen Organisation.Trotz der Missbrauche um ihn herum, hatte er einen grossen Nutzen,s ° dass die Centralgewalt nicht stark genug war, um dessen innereVerfassung zu regeln. Der Islam ist, selbst vor den Kreuzzügen,der Entwickelung dieser edlen Verbindungen nicht fremd gewesen,Welche ein Correktiv für den ungenügenden Schutz der Einzelnengewesen sind. Indess ist sein Aufschwung eine Wirkung des mittel-