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Zweiter Band.
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Fünlündfiinfzigstes Kapitel.

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sich nie so offen erniedrigt, aber seine zunehmende Ohnmacht hatbeinahe ähnliche Wirkungen gehabt; denn seit dem Beginn derrevolutionären Periode war seine moralische Zucht nicht mehr sostark, um die ausgelassenen Deklamationen und die Satiren zu hindern,welche bis in die öffentlichen Versammlungen die Ehe zum Gegen-stände nahmen. Ebenso waren während der protestantischen Periodedie verschiedenen religiösen Lehren unvermögend, die Moral zuleiten, mochte es sich um bedeutende Aenderungen handeln, oderum die Kraft die Irrthtimer zu berichtigen.

Ich komme nun zu der entscheidenden Gestaltung der zer-setzenden Bewegung, während welcher die revolutionäre Lehreformulirt worden ist.

Die Entwickelung der von dem Protestantismus ausgegangenenPrinzipien konnte ihrem eigenen Lauf nicht überlassen werden,ohne einer besonderen Reihe von [systematischen Arbeiten zu be-dürfen. Selbst heutzutage sieht man in den protestantischenLändern, wo der philosophische Geist nicht genügend eingedrungenist, wie in England und den Vereinigten Staaten , die Socinianerund andere vorgeschrittene Sekten, die beinahe alle wesentlichenDogmen des Christenthums verworfen haben, wie sie den Geist derPrüfung auf die biblischen Kreise beschränken und einen theologi-schen Hass gegen alle die empfinden, welche die geistige Befrei-ung noch weiter getrieben haben. Die revolutionäre Lehre würdedeshalb erstickt worden sein, wenn der Deismus nicht gewesenwäre, der das vorige Jahrhundert kennzeichnet, und den man alsVoltarianismus nach dem Namen seines bedeutendsten Verbreitersnennen kann.

Der Protestantismus , welcher die Initiative für die kritischenPrinzipien ergriffen hatte, hatte nach seinem Triumphe dieselbenwieder fallen lassen. Seit seiner Verbindung mit der weltlichenRegierung unter der lutherischen Gestalt war sein Bestreben allerBefreiung ebenso feindlich wie der Katholizismus. Der revolu-tionäre Aufschwung wurde nur noch durch die abweichendenBekten dargestellt, die bisher bedrückt worden waren und bei*Lren verschiedenen Meinungen keinen grossen Einfluss gewinnenkonnten. Dies war die Lage des protestantischen und katholischenChristenthums während des Endes des 17. Jahrhunderts, als die

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