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Zweiter Band.
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Fünfundf'ünfzigstes Kapitel. 297

lange nicht die positiven Auffassungen dafür eingetreten sind. Diepantheistische Richtung der metaphysischen Schulen, die sich fürdie vorgeschrittensten halten, hat eine gewisse Verbindung mit demFetischglauben der frühesten Zeiten.

In moralischer Hinsicht hat die kritische Lehre die Theorie vondem persönlichen Interesse veranlasst, welche in dem folgenden Jahr-hundert sich zeigt und welche die Grundlage von der metaphysi-schen Moral bildet. Der Geist der unbedingten Einheit, die einesolche Philosophie kennzeichnet, hat zu dieser Moral geführt, welchedem spitzfindigen Schriftsteller, durch den die Lehre von Hobbes imIfi. Jahrhundert ihre Verbreitung erhielt, nicht als persönlich gilt.Das Uebergewicht der egoistischen Neigungen in der Gesammtheitdes moralischen Organismus verleitete, alle Antriebe auf den Egois-mus zurückzuführen, wenn man, wie die Metaphysiker, sich vor-nimmt, eine gemachte Einheit da aufzustellen, wo im Gegentheileine wahre Vielheit besteht. Die mühsamen Anstrengungen, durchGie man später die moralische Natur des Menschen auf das Wohl-wollen oder auf die Gerechtigkeit zurückzuführen versucht hat,• s md ohne Erfolg geblieben. Die Idee des Egoismus ist der meta-physischen Philosophie, trotzdem dass sie ihr eigen ist, doch durchdie Theologie zugeführt worden, welche jene zwar im Prinzip be-seitigt, aber doch in der Praxis geheiligt hat. Jede religiöse Moralgewährt in der That der Beschäftigung mit dem eigenen Wohleine so ausserordentliche wie unvermeidliche Wichtigkeit, und dera usschliessliche Gedanke an dieses Wohl führt zur Verkennung derf ein uninteressirten wohlwollenden Neigungen.

In dieser Weise hat die Metaphysik, ohne durch dieselbe poli-tische Nothwendigkeit getrieben zu werden, doch in Anlass ihrer•titeln ontologischen Einheit das Ziel des Egoismus zwar geändert,mdem sie, statt der Berechnung der Interessen in der Ewigkeit,tiie Beziehung auf die zeitlichen Interessen hinstellt, aber zu demRegriff einer Moral, die auf keiner persönlichen Berechnung beruht,konnte sie sich nicht erheben.

In politischer Hinsicht gebietet die verneinende Philosophie•tie Unterordnung der geistlichen Gewalt unter die weltliche. BehufsRechtfertigung der weltlichen Diktatur, die sich damals überallgebildet hatte, stellte die kritische Philosophie diese Alleinherr-