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Sechsundfünfzigstes Kapitel.
Thiere liess er der Metaphysik nur das Gebiet, was ihr noch nichtstreitig gemacht werden konnte, und beschränkte sie auf das Studiumder menschlichen Moral und Geselligkeit. Indem er jedoch diesebeiden Theile der alten Philosophie neben einander stellte, gabsein systematisches Genie ihnen eine zu grosse Wichtigkeit. Auchhatte der zweite Theil seiner philosophischen Ausarbeitung, da erzu den damaligen Meinungen weniger stimmte, namentlich in Frank-reich , nicht den Erfolg des ersten; selbst nicht nachdem Male-branche sich jenes bemächtigt hatte. Bacon befand sich beiseiner Verfolgung einer Wiedergeburt der moralischen Studien andem Rande eines ähnlichen Irrthums. Bald wurde indess festgestellt,dass es unmöglich sei, diese beiden äussersten Theile der Philo-sophie positiv zu machen und seine Schule erkannte deshalb an,dass die von Descartes gemachte Eintlieilung nicht zu umgehensei. Diese vorzeitigen Versuche mussten daher damit enden,dass alles wieder der Herrschaft einer mehr oder weniger deut-lichen Metaphysik unterworfen wurde, wie dies die beinahe gleich-zeitigen Versuche von Malebranche und Leibniz ergeben, dieeine vollständige philosophische Nebeneinanderstellung verlangten;der eine in Folge seiner physischen Vorherbestimmung und derandere durch seinen Begriff von Monaden.
Dies wäre das nächste Ergebniss des von Bacon und Des-cartes gegebenen Anstosses. Der positive Geist wurde nun Herrüber die Naturphilosophie. Der seitdem isolirte Geist der Meta-physik übte mm über die moralische Philosophie zwar eineHerrschaft, deren Ende sich indess abschätzen liess. In Folgedieser Isolirung verlor die Metaphysik bald das Vertrauen, welchessie sich bis dahin erhalten hatte und das sich auf ihre Gemein-schaft mit der wissenschaftlichen Entwickelung stützte. Die hervor-ragendsten Denker wandten sich mit wenigen Ausnahmen zu denWissenschaften und die Philosophie hörte auf, ernste Studien zuverlangen; sie fiel daher bald in die Hände blosser Literaten, diein ihrem Eifer, die alte wissenschaftliche Organisation zu zerstören,die grössten geistigen und politischen Irrthümer der alten griechi-schen Schulen wieder hervorholten. Sie betrachteten in verschie-denen Weisen die abstrakten Aeusserungen des Verstandes, wobeidie einen die äusseren und die andern die inneren Bedingungen