Sechsundfünfzigatos Kapitel.
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untersuchten. Dies führte zu zwei gleich unbegründeten Systemen,da sie die beiden Begriffe der äusseren Umgebung und des Orga-nismus von einander trennten. Es war dies nur eine Wieder-holung der alten Nebenbuhlerschaft, welche vormals die Schulenvon Aristoteles und Plato getrennt und die die Scholastik im Mittel-alter glücklicherweise bei Seite gelassen hatte. Theilt man Europa nach diesen beiden Arten des Irrthums, so stimmt dies so ziem-lich mit den katholischen und protestantischen Gebieten.
Ehe ich diesen zweiten Abschnitt verlasse, der für die philo-sophische wie für die wissenschaftliche Entwickelung so entscheidendwar, muss ich auf die Keime hin weisen, welche von Hobbes undBossuet für die Erneuerung der politischen Philosophie gegen dasEnde dieser Periode gelegt wurden. Ihr Auftreten wurde durcheinige interessante Abhandlungen Machiavell’s bezeichnet, der dieErklärung gewisser politischer Vorgänge aus natürlichen Ursachenableiten wollte. Der berühmte Ausspruch Hgbbes über den ur-sprünglichen Kriegszustand und über die Herrschaft der Gewaltist eine schöne Bemerkung in Betreff des Uebergewickts weltlicherEinflüsse bei den sozialen Bedingungen der ältesten Gesellschaftenund des militärischen Zustandes derselben. Bossuet’s Antheil ist klarerund weniger bestritten; er versuchte zuerst die politischen Vorgängeals solche aufzufassen, welche gewissen unveränderlichen GesetzenUnterliegen und wo das eine durch das andere beeinflusst wird. DasUebergewicht des theologischen Prinzips hat eine so vorgeschritteneAuffassung vollständig verändert, aber konnte deren Einfluss aufdie Vervollkommnung historischer Studien nicht hemmen.
Die dritte Gestaltung dieser Periode war nur eine weitereAusdehnung der vorhergehenden. Für die Moral bemerkt manhier hauptsächlich die glückliche Richtung der schottischen Schule.Diese bemühte sich die Irrthümer der französischen Schule zu be-richtigen; eines ihrer bedeutendsten Mitglieder, der scharfsinnigeHurne, entwickelte den Charakter positiver Ansichten. Auch mussich der geistreichen Bemerkungen Adam Smith’s gedenken,Welche er über die Geschichte der Wissenschaften und namentlichher Astronomie hinterlassen hat und die sich vielleicht noch mehrhem wahren Sinne der Positivität nähern. Bei dem Gange derpolitischen Philosophie ist zunächst die Verbesserung zu erwähnen,
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