Band 
Zweiter Band.
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Siebenundfimfzigstes Kapitel.

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Fortschritte, welche mit der gewöhnlichen Lehre sich vertragen,bereits erreicht worden sind und dass keine wichtige politischeEinrichtung, die nicht auf eine neue Philosophie sich stützt, sieersetzen kann.

Wenn diese Unternehmung so weit gediehen sein wird, dassüberall ihre allgemeine Richtung empfunden werden kann, so wirdsie auf die thätigsten Geister und auf die Masse .der Einsichtigenihren günstigen Einfluss iiussern und beiden den Weg zeigen, welchermit der weisen Verwirklichung ihrer Wünsche am meisten über-einstünmt. Ich habe schon bei dem Aufkommen des Katholizis-mus als Prinzip aufgestellt, dass das vermeintliche, von der griechi-schen Metaphysik geträumte Reich des Geistes ein Gedanke ist,der ebenso den Bedingungen des Fortschritts wie der Ordnungwiderspricht. Wenn dieser Gedanke zur Geltung käme, so würdeer zu einem gleichen Stillstand wie die Theokratien führen und dieHerrschaft der Welt mittelmässigen Intelligenzen überliefern, welchendann die Zügelung wie der Antrieb fehlen würde. Dieselbe Utopie,die das Mittelalter beseitigt hatte, zeigte sich von Neuem mit dermetaphysischen Philosophie und entstand aus dieser, als der Zerfalldes Katholizismus zu Gunsten der weltlichen Herrscher die alteVermengung der Gewalten wieder herbeigeführt hatte. Seit dieserZeit sind beinahe alle tliätigen Geister mehr oder weniger, und oftihrer selbst unbewusst, von einer aufrührerischen Richtung gegendie ganze bestehende Ordnung erfüllt, die ihnen keine gesetzlicheStellung mehr anbot. ln dem Maasse als die negative Bewegungsich verstärkte, reizte diese Opposition die Ehrgeizigen die welt-lichen Würden aufznsuehen, die allein fest begründet waren. DieserEinfluss entwickelte sich ziemlich gleichmässig, sowohl in den pro-testantischen Ländern, wo die Verschmelzung der Gewalten feier-lich eingerichtet worden war, wie bei den katholischen Nationen,bei welchen die weltliche Oberherrschaft nicht minder bestand undwo die Niederlegung der aristokratischen Schranken solche An-sprüche begünstigten.

Die Revolution hat namentlich in Frankreich ähnliche Hott-nungen, die keine Schranke mehr anerkennen, angeregt. Aller-«lings vermochte das Ungeregelte des philosophischen Ehrgeizes dieNatur der modernen Civilisation nicht zu ändern. Solche tolle