Band 
Zweiter Band.
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426
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Siebemindfiinfzigstes Kapitel.

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dieser Vergleichung verlangt wegen des theologischen Prinzips deralten geistlichen Organisation eine gewisse Vorsicht, da in derselbendie sozialen Zwecke einem chimärischen Ziele untergeordnet sind,welches die Ausübung und den Charakter der spekulativen Autoritätverändern würde. Nur wenn man den religiösen Gesichtspunktbei Bettachtung der sozialen Aufgabe der katholischen Geistlichkeitzu beseitigen vermag, kann ein solches vergleichendes Verfahrenals ein empirisches Mittel, die nähern Bestimmungen zu erleichtern,von Nutzen sein. Alle Handlungen des wirklichen Lebens, dieim Mittelalter die geistliche Thätigkeit erlaubten, werden eingleiches Eintreten der neuen Macht gestatten, deren Uebergewichtaus verschiedenen Gründen unmittelbarer und vollständiger seinwird. Indess hat meine Schilderung sich hier nur in abstrakterGestalt zu halten, um jeder irrigen Auslegung zuvorzukommen.

Ich habe bereits das Prinzip angegeben, welches die Befugnisseder geistlichen und weltlichen Gewalt bestimmt. Es besteht inder Auffassung der geistlichen Autorität als die entscheidende inallen Fragen der besonderen und allgemeinen Erziehung und alsdie berathende in allem, was sich auf die private und öffentlicheThätigkeit bezieht, wo sie nur eintritt, um für jeden Fall an dieRegeln zu erinnern, die für das Betragen ursprünglich aufgestelltworden sind. Die weltliche Autorität dagegen, welche für dasHandeln souverän ist, kann allerdings einen Weg verfolgen, derden Rathschlägen der geistlichen Autorität zuwider ist, aber siedarf bei der Erziehung nur einen berathenden Einfluss üben undhat hier nur die Revisionen oder die Verbesserungen von Vor-schriften anzuregen, welche nach ihrer Meinung in der Praxis sichnicht bewähren. Die Aufstellung eines nicht blos geistigen, sondernauch moralischen Erziehungssystems wird die hauptsächlichste Auf-gabe der neuen geistlichen Macht bilden. Die positive Philosophieist nur beigeordnet, um als Grundlage für ein solches System zndienen. Einerseits kann die moderne Erziehung, die jetzt so un-bestimmt und schwankend wie das gesellschaftliche Leben ist, ohneeine solche philosophische Grundlage nicht aufgerichtet werden,und andererseits würde ohne diese Bestimmung eine solche Philo-sophie keinen so bestimmten Charakter haben, um das Bestreben