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Zweiter Band.
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427
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Siebenundlünlzigstee Kapitel. 427

der Wissenschaften, sich zu vereinzeln, auf dem richtigen Maassezu erhalten.

Im Mittelalter verdankte die Menschheit die erste Einrichtungeiner allgemeinen Erziehung dem Katholizismus, die trotz ihrerMängel dem niedrigsten und dem höchsten Christen eine gemein-same Grundlage bot; es wäre daher sonderbar, für eine vorge-schrittene Organisation eine weniger allgemeine Einrichtung zutreffen, ln dieser Hinsicht zeigen die revolutionären Grundsätzeüber eine gleichmässige Erziehung seit dem Verfall der katholi-schen Organisation ein dunkles Vorgefühl der sozialen Zukunft,wenn man das den metaphysischen Ansichten anhängende Unan-gemessene bei Seite lässt. Nichts bezeichnet mehr die jetzigeAnarchie, als die schmachvolle Gleichgültigkeit der oberen Klasseniür die Erziehung der Massen; das Volk, das sie erheben sollten,und das sie in einer tiefen Unwissenheit lassen, droht mit einererschreckenden Vergeltung für die Lage jener. Sonach muss dieerste Bedingung für die positive Erziehung als Grundlage einerneuen sozialen Ordnung die Allgemeinheit sein.

Die positive Erziehung wird eine industrielle, eine ästhetische,eine wissenschaftliche und eine philosophische sein und der morali-sche Fortschritt wird hier immer dem geistigen entsprechen. Derwissenschaftliche Geist wird seine Besonderheit aufgeben und zuden Allgemeinheiten geführt werden, indem er genöthigt wird,die Hauptzweige der Wissenschaften zu verdichten und zu ver-binden, und diese werden alle ihren Beitrag zu der gemeinsamenLehre liefern. Wenn die Gelehrten eingesehen haben werden, dassdas thätige Leben die gleichzeitige Benutzung der Begriffe verlangt,Welche jeder Gelehrte von den anderen Begriffen isolirt, so werdensie einsehen, dass alle ihre Begriffe der Verallgemeinerung be-dürfen.

Die neue Erziehung wird die Moral systematisiren, die, vonder Theologie befreit, auf der ganzen positiven Philosophie ruhenwird. In der Einrichtung einer solchen Erziehung werden gesundeGewohnheiten von der Kindheit ab den sozialen Instinkt und dasGefühl der Pflicht entwickeln. Man wird die Pflichten des civili -sirten Menschen in Hinsicht seines persönlichen, häuslichen undSozialen Lebens in dieser Ordnung feststellen. Alle metaphysischen