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Zweiter Band.
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Siebermndfünt'zigstes Kapitel.

fizirung hindern. In einer wahrhaft eingerichteten Gesellschaftkann und muss jedes Mitglied als ein wahrhafter öffentlicher Be-auftragter angesehen werden, mit Ausnahme der Mtissiggänger,welche die moderne Gesellschaft bald beseitigen wird. Nur inUebergangsperioden ist es anders, wo die neuen sozialen Elementesich unter einer früheren und verschiedenartigen Civilisation ent-wickeln und auf persönlichen Antrieben beruhen, deren Zusammen-stimmung noch nicht geprüft werden kann. Unter dem theokra-tischen Regiment’, wie hei den Völkern, wo dasselbe sich nocherhalten hat, namentlich in Indien , ersichtlich, zeigt der niedrigsteHandwerker einen öffentlichen Charakter. Dasselbe gilt von dengriechischen und römischen Verhältnissen, doch darf man hier nurdie freie Bevölkerung in Betracht nelunen, wo jedes Mitglied einemilitärische Bestimmung hatte, der eine als Hauptmann, der andereals Soldat, in Folge eines erblichen Unterschieds, welcher aus demfrühem System sich gebildet hatte. Ebenso verhielt es sich unterdem Regiment des Mittelalters, wenigstens so lange sein eigenthüm-licher Geist sich genügend äussern konnte. Alle freie Männerzeigten einen politischen Charakter, der selbst für den geringstenReiter galt, abgesehen von den Ungleichheiten des Grades und denZeiten der Pause für die Thätigkeit. Erst als che Industrie überallder Abschaffung der Knechtschaft nachfolgte, entstand der Unter-schied zwischen öffentlicher und privater Thätigkeit, je nachdem siesich auf die frühere Ordnung oder auf die neuen sozialen Elementebezog, von welchen Niemand damals che Richtung auf ein andereswirtschaftliches Leben bemerkte.

Die volle Stärke einer solchen Abgrenzung erfolgte in demzweiten Abschnitte des modernen Ueberganges, einer Zeit, wodas alte Regiment scheinbar noch sein volles politisches Ueber-gewicht bewahrte. In dem folgenden Abschnitte, wo die Industrieso viel Bedeutung gewinnt, dass die europäischen Regierungenallmählich ihre praktischen Pläne ihr unterzuordnen beginnen,Nahmen die grösseren Industriellen einen wirklichen öffentlichenCharakter an. Seit der Revolution endlich macht sich der neue Zu-stand durch die beinahe vollständige Unterdrückung jener Art vonthätigkeit bemerkbar* welche die öffentlichen Verrichtungen aus-sachte, sowie durch das Uebergewicht derjenigen Verrichtungen,

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