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Zweiter Band.
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Siebenundfiinfzigstes Kapitel.

die man früher als private betrachtet hatte. Indess wird ein solcherUnterschied bis dahin fortdauern, wo der Begriff des neuen so-zialen Systems so bestimmt geworden sein wird, um die Empfin-dung einer öffentlichen Nützlichkeit zunächst unter den Unter -nehmern der Arbeiten und später unter ihren Mitgeliülfen zuentwickeln.

Die Würde, welche den niedrigsten Soldaten bei der Aus-übung seiner bescheidenen Verrichtungen beseelt, ist offenbar keineEigentliümlichkeit des Soldatenstandes. Eine ähnliche Würde wirddie einfachsten Beschäftigungen veredeln, wenn die positive Er-ziehung jedem gelehrt haben wird, dass jede besondere Thätigkeitan der gemeinsamen Wirthschaft Theil nimmt.

Um sich das neue soziale System vorzustellen, müssen diePhilosophen alle jetzt für private gehaltenen Beschäftigungen alsöffentliche auffassen, indem sie dabei die Verrichtungen beseitigen,welche überhaupt verschwinden sollen, d. h. alle Ueberbleibsel destheologischen und metaphysischen Zustandes. Nachdem diese Vor-bereitung geschehen, wird die moderne Wirthschaft nur gleich-artige Elemente aufzeigen, deren Richtungen genau abzuschätzensind, und man vermag dann die ganze soziale Rangordnung zuübersehen, welche so lange unverständlich bleiben würde, als mandie neuen Klassen mit den verfallenden vereinigen wollte.

Ich habe im Anfänge dieses Werkes die Stufenfolge derWissenschaften nach dem Maasse von Allgemeinheit und abstrakterNatur der betreffenden Vorgänge aufgestellt. Dasselbe Gesetz hatmich zur Eintheilung innerhalb der unorganischen Philosophiegeführt. Bei seiner Anwendung auf die Wesen selbst zeigte sichdieses abschätzende Prinzip zur Darstellung der natürlichen Neben-einanderordnung geeignet, welche die ganze thierische Reihe be-fasst. Endlich habe ich durch eine letzte Ausdehnung desselbendie Grundlage der sozialen Statik und die Reihenfolge der elemen-taren Entwickelungen, welche der modernen Gesellschaft eigen sind,daran geknüpft. Eine ebenso ausgedehnte Folge praktischer An-wendungen erhebt dies Prinzip zu dem Gesetz aller Rangordnung-

In jeder geregelten Gemeinschaft ordnen sich die einzelnenThätigkeiten unter einander nach ihrem Grade von Allgemeinheit