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Achtundfünfzigstes Kapitel.
anlasste. Diejenigen, die mit der Entwickelung einzelner Wissen-schaften kein anderes Ergehniss verbinden, als die Auflösung desalten geistigen Regiments, und darin die Grundlage einer voll-kommneren und dauernden Disziplin verkennen, suchen unbewusstdie theilweisen Eroberungen wieder zu zerstören, denen sie docheine ausschliessliche Wichtigkeit zuschreiben. Die empirischeEinzelforschung stellt dem wissenschaftlichen Fortschritte mächtigeHemmnisse entgegen, seitdem die Entwickelung des positiven Geistessie um ihr zeitliches Amt gebracht hat. Daher rührt der schwan-kende Zustand der meisten biologischen Auffassungen, namentlichin Frankreich . Dieser verderbliche Einfluss zeigt sich vorzüglichin den organischen Studien, wegen deren Verwickelung und weilihr eine leitende Einheit fehlt. Sollte diese wissenschaftlicheAnarchie fortdauern, so würde sie bei den unorganischen Studien,einschliesslich der mathematischen, gleiche Verheerungen anrichten.Selbst abgesehen von dem hohen sozialen Bedürfniss verlangt schondas Interesse der Wissenschaften die Vereinigung der einzelnenTheile der Philosophie in einer einzigen gelehrten Körperschaft.Diese Verbindung ist eine Konsequenz meines Planes in diesemWerke, wonach die Entwickelung der Positivität nach der Rang-ordnung der Vorgänge einer gleichartigen Folge immer vollstän-digerer Zustände unterworfen wird, deren jeder folgende allefrüheren einschliesst.
Die philosophische Einheit verlangt das TJebergewicht einesder Elemente über alle anderen. Es frägt sich daher, welchesElement dies sein soll, nicht gerade für das einleitende Auftretendes positiven Geistes, aber für dessen systematische Entwickelung.Nun ergiebt schon die Feststellung meiner wissenschaftlichen Rang-ordnung, dass ein solcher Vorzug nur dem ersten oder dem letztender sechs philosophischen Elemente, welche sie bilden, zukommenkann. Die mathematische Philosophie, mit der man die astrono-mische verbinden kann, da sie nur eine Anwendung jener ist, hatAnspruch auf diesen Vorrang in Folge der Ausdehnung der geo-metrischen und mechanischen Gesetze auf alle Arten von Vor-gängen. In anderer Hinsicht scheint die soziologische Philosophie,zu der man jetzt auch die biologische rechnen kann, die ihre Grund-lage ist, den geistigen Vorrang zu verdienen, weil alle Begriffe