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Zweiter Band.
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Achtundfünfzigates Kapitel.

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als Ergebnisse der menschlichen Entwickelung angesehen werdenkönnen. Das mittlere Paar, die Physik und die Chemie, kann nurneben dem einen oder andern dieser rivalisirenden Elemente stehen,da es beider Einfluss gleichzeitig unterliegt.

Die Frage gestaltet sich sonach dahin, ob man das TJeber-gewicht des mathematischen oder soziologischen Geistes anerkennensoll. Die Lehre von der Entwickelung beweist, dass, wenn dermathematische Geist während der vorläufigen Erziehung, die derBeginn der Positivität in jedem Zweige erfordert, vorherrschenmuss, doch der soziologische Geist allein die wirklichen Spekula-tionen leiten kann. Dieser Unterschied erklärt den Gegensatz,welcher seit drei Jahrhunderten sich zwischen dem wissenschaft-lichen und dem philosophischen Genie entwickelt hat. Während dieWissenschaft durch den mathematischen Anstoss eine unsichereSystematisirung verfolgte, erhob die Philosophie Beschwerde überdas Verlassen des menschlichen Standpunktes. So lange die Ent-wickelung der Menschheit noch nicht auf Gesetze zurückgeführtwar, konnte der moderne Geist den Protesten nicht nachgeben,dass der Allgemeinheit nicht Genüge geleistet werde, weil sie sichauf ein hinfälliges System stützten, aus dem man vor allem heraus-treten musste. Die Ausdehnung des positiven Charakters auf alleVorgänge gestattete den soziologischen Begriffen, das ihnen ge-bührende Uebergewicht zurückzunehmen, das sie seit der letztenPeriode des Mittelalters verloren hatten.

In allen sechs Theilen dieses Werkes ist die mathematischeWissenschaft als die Quelle aller Positivität empfohlen worden;indess zeigte sich diese Wissenschaft für die Bildung einer allge-meinen Philosophie nicht zureichend. Trotzdem sind seit dreiJahrhunderten alle Versuche für die Bildung einer neuen Philo-sophie nach mathematischen Prinzipien unternommen worden. Dergrosse Aufbau des Descartes hat das Muster dafür aufgestellt.Diese merkwürdige Auffassung, welche die Geometrie und Mecha-nik zu den Grundlagen aller übrigen Wissenschaften machte, hatglücklicher Weise während eines Jahrhunderts geherrscht und trotzder grossen Bedenklichkeiten dem Beginn der Positivität in deneinzelnen Zweigen der unorganischen Philosophie vorgestanden.Dagegen hat sie in ihrer Anwendung auf die einfachsten biologi -