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Zweiter Band.
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Achtundfünfzigstes Kapitel.

sehen Auflassungen einen störenden Einfluss geübt, obgleich sievorerst nöthig war, um den metaphysischen Geist zu beseitigen.Trotz der Fortschritte, die seit dieser anfänglichen Bewegung diemathematische Lehre gemacht, so konnte sie doch die Natur einessolchen philosophischen Prinzips nicht ändern und die späteren Ver-suche haben sich noch viel]unfruchtbarer erwiesen. Sie sind dann'all-mählich den schwächeren Geistern überlassen worden, welche denAusgangspunkt ihrer allgemeinen Spekulationen in die physischenund chemischen Vorgänge verlegten. Diese chimärischen Versucheentsprechen so, wenn auch in sehr ungenügender Weise dem Ein-heitsbedürfniss des modernen Wissens, das bis hier auf keinemanderen Wege befriedigt werden konnte, auf den die Philosophenoft und selbst in unseren Tagen verleitet worden sind: den morali-schen und sozialen Gesichtspunkt zu verlassen, um solchen Bei-spielen nach der Weise der Geometer und Physiker nachzugehen.Um aus dieser Lage herauszukommen, ist es unvermeidlich, dassdie Art und Weise geprüft werde, in welcher die positiven Speku-lationen geeint werden können. Die schnellste und entscheidendsteWeise der Prüfung besteht in einer Vergleichung der beiden ent-gegengesetzten Wege, nämlich des mathematischen und des sozio-logischen.

Der philosophische Anspruch des mathematischen Geistes stütztsich auf die Methode. Wenn indess die wissenschaftliche Logiksich hier auch zuerst offenbart hat, so hat sie doch ihre wesent-lichen Kennzeichen nicht hier entwickelt, sondern erst später als siesich auf verwickeltere Studien ausdehnte. Die Soziologen alleinbesitzen eine vollständige Kenntniss der positiven Methode unddie Geometer haben selbst trotz der Selbständigkeit ihrer Arbeitendie unvollkommenste Kenntniss davon, weil sie sie nur in ihrenAnfangszustande kennen, während die Soziologen deren ganzerEntwickelung gefolgt sind. Die Fehler der matheinatischen Unter-suchungen kommen nicht blos davon, dass sie aus einer Zeitstammen, wo die alte Philosophie noch eine Oberhoheit besas»,von der sich selbst die abstrakteste Wissenschaft nicht frei machenkonnte. Sie kommen hauptsächlich von der Vereinzelung ilirerAuffassungen, auf welche die höheren Theile der Philosophie nochkeine heilsame Gegenwirkung haben ausüben können.