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Achtundfunfzigstes Kapitel.
trotz der Täuschungen des metaphysischen Zustandes die Wirk-lichkeit von Gesetzen, die diese Vorgänge bestimmen, anerkennenmüssen. Das Dasein dieser Gesetze wird nach dem geistreichenAusspruch von Tracy bei jedem Studium vorausgesetzt, wo keineSchlussfolgerung möglich wäre, wenn die Bildung und Umge-staltung der Ideen nicht einer von dem Willen des Einzelnen un-abhängigen Ordnung unterworfen wären. Meine historische Dar-legung lässt die Genauigkeit meiner Lehre über den gleichzeitigenGang des menschlichen Geistes und der Gesellschaft nicht mehrverkennen. So befindet sich die soziologische Philosophie unterdem Schutze eines obersten Prinzips, das ihre Dazwischenkunft beiallen Theilen des spekulativen Gebietes zu leiten geeignet ist. DieWahrheit und die Fruchtbarkeit dieser Philosophie werden durchdas Dasein dieses Werkes selbst bestätigt, in welchem die ver-schiedenen Wissenschaften einem gemeinsamen Gesichtspunkt unter-worfen sind. Für mehrere neue Ansichten darin bin ich diesemneuen philosophischen Geist verschuldet, welcher aus der Soziologiehervorgegangen ist. Indem ich mich auf die unorganischen Studienbeschränke, muss ich erinnern 1) an den Begriff des fakultativenDualismus in der Chemie, der die hohen Spekulationen der Chemievervollkommnen wird; 2) an die Begründung der Lehre von denwissenschaftlichen Hypothesen in der Physik; 3) an die Berich-tigung der Unterlagen der rationellen Mechanik, des Systems dergeometrischen Auffassungen und an die Grundlagen der gewöhn-lichen und der transcendenten Rechnung in der Mathematik. DieseVerbesserungen, welche auf die Befestigung des Charakters jederWissenschaft und auf Vervollkommnung ihres Weges gerichtetsind, sind aus dem Uebergewicht des historischen Gesichtspunktesabgeleitet worden.
Die Verfassung der betrachtenden Klasse stellt in jedem Zeit-raum die gleichzeitige Lage des menschlichen Geistes dar. Diemit der Spekulation betrauten Körperschaften, die sich in denletzten drei Jahrhunderten gebildet haben, haben den Geometernein Uebergewicht verliehen, welches bis zum Ende des Mittelaltersdie moralischen und sozialen Studien besassen. Das Ende dieserUnregelmässigkeit ist nun gekommen. Niemand stellt sich mehrdem entgegen, dass der menschliche Gesichtspunkt wieder sein